Eingriff in Natur

Naturschützer fordern Stopp von Wasserkraftwerk-Projekt

Der Bund Naturschutz in Bayern fordert den Stopp eines geplanten Wasserkraftwerks im Naturschutzgebiet "Allgäuer Alpen". Das Projekt würde einen Eingriff in die nahezu unberührte Stillachklamm bedeuten, warnte der Bund Naturschutz am Montag in Oberstdorf.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Oberstdorf (ddp-bay/sm) - Bereits 91 Prozent des bayerischen Wasserkraftpotenzials seien genutzt, sagte der Vorsitzende der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu, Björn Reichelt. Die wenigen noch verbliebenen Wildflussstrecken zählten alpenweit zu den gefährdetsten Lebensräumen überhaupt.

"Ein neues Windrad kann dieselbe Menge Strom erzeugen", sagte Reichelt. Er forderte die Behörden dazu auf, dass Projekt sofort zu stoppen. Dem Protest des Bund Naturschutzes schlossen sich den Angaben zufolge auch der Fischereiverband Schwaben und der Fischerei-Verein Oberstdorf an. Der Bau des Wasserkraftwerkes wird von der Stadt Oberstdorf und zwei privaten Investoren geplant.

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