Naturenergie gegen Stadtwerke Waldshut-Tiengen: Einstweilige Verfügung abgelehnt

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Wie das strom magazin bereits vor einigen Tagen berichtete, wollte der Ökostromanbieter Naturenergie AG aus Grenzach-Wyhlen der "Hochrheinstrom"-Kampagne der Stadtwerke Waldshut-Tiengen einen gerichtlichen Riegel vorschieben. Der Name "Hochrheinstrom" spiegele falsche Tatsachen vor, denn er käme weder aus dem Hochrhein noch aus der Gegend, argumentierte Naturenergie und begann einen Markenstreit. Das Unternehmen hatte beim Landgericht Freiburg einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt (weitere Einzelheiten lesen Sie hier).


Heute hat das Gericht seine Entscheidung bekannt gegeben: Die einstweilige Verfügung gegen die Stadtwerke Waldshut-Tiengen wurden abgelehnt. Damit darf der Regionalversorger vom Hochrhein seinen Strom weiterhin als "Hochrheinstrom" bezeichnen. "Wir sind enttäuscht, dass der Käufer weiterhin irregeführt werden kann", sagte Naturenergie-Vorstand Kai-Hendrik Schlusche dem strom magazin auf Anfrage. Da die Begründung erst in 14 Tagen vom Gericht vorgelegt wird, wollte er sich heute noch nicht auf die weitere Vorgehensweise festlegen. "Wir müssen erst mal abwarten und weiterhin Aufklärung betreiben", zeigte er sich aber kampfeslustig. Die Wasserkraft am Rhein sei Kulturgut und das Gerichtsurteil zeige, dass es zum ökologisch-erzeugten Strom der Naturenergie AG keinerlei Alternativen gebe. "Wir werden die Kunden weiterhin darüber aufklären, dass der Hochrheinstrom der Stadtwerke Waldshut-Tiengen weder aus dem Hochrhein noch aus Wasserkraftwerken der Region gewonnen wird. Sie sind mündig genug, um sich dann ein eigenes Bild zu machen", vertraut Schlusche der Qualität des Naturenergie-Stroms.

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