Ganz einfach!

NaturEnergie AG informiert: Wie funktioniert der Wechsel?

Der Jahreswechsel bietet sich an, auch den Stromanbieter zu wechseln. Wer etwas für die Umwelt tun will, beauftragt beispielsweise die NaturEnergie AG mit der Stromlieferung. Diese hat jetzt einen Leitfaden dazu veröffentlicht.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Der Jahreswechsel ist für viele Menschen Anlass, über Veränderungen nachzudenken. Dies gilt wohl ganz besonders zum Neujahr 2002, das vielen Europäern mit der Umstellung auf den Euro als Währung eine wichtige Neuerung bringt. Wer für sich den guten Vorsatz gefasst hat, im neuen Jahr etwas für den Umweltschutz tun zu wollen, könnte sich für Grünstrom entscheiden und seinen Stromanbieter wechseln. Dass dies aus Kundensicht ganz einfach ist und viel leichter als beispielsweise der Wechsel einer Bankverbindung, ist aber noch nicht überall bekannt. Die NaturEnergie AG zeigt, wie unkompliziert der Wechsel inzwischen funktionieren kann. Nachfolgend veröffentlichen wir den Leitfaden in der Originalversion.

Der Kunde hat beim Stromwechsel nicht viel zu tun: Er lässt sich von dem neuen Anbieter einen Vertrag zusenden oder lädt diesen aus dem Internet. Den ausgefüllten und unterschriebenen Vertrag schickt er zusammen mit einer Kopie seiner letzten Stromrechnung ein - und lehnt sich zurück. Alle weiteren Schritte übernimmt der neue Stromanbieter. Der neue Anbieter kündigt im Auftrag des Kunden den Stromliefervertrag beim Altversorger. Deshalb braucht er auch eine Kopie der letzten Rechnung. Aus der Rechnung ist nicht nur der Name des bisherigen Lieferanten ersichtlich, sondern auch die Kundennummer und die Zählernummer. Hat der Kunde schon einmal den Stromanbieter gewechselt, ist es für den erneuten Wechsel hilfreich, wenn er seine Kundennummer (alt oder neu) beim Netzbetreiber, also dem örtlichen Stromversorger, angeben kann. Der Wechsel dauert meist zwischen sechs und zwölf Wochen. Bis der Wechsel vollzogen ist, erhält der Kunde seinen Strom vom bisherigen Lieferanten oder dem örtlichen Stromnetzbetreiber. Eine Unterbrechung der Stromversorgung ist in jedem Fall ausgeschlossen. Nach erfolgtem Wechsel erhält der Kunde noch eine Abschlussrechnung.

Der Strom des neuen Anbieters wird natürlich weiterhin über das Netz des örtlichen Stromunternehmens geliefert. Darüber schließt dieser einen Vertrag mit Stromnetzbetreiber ab. Für die Nutzung des Stromnetzes bezahlt der neue Stromlieferant eine Gebühr pro Kilowattstunde gelieferten Stroms und eine Grundgebühr für die Miete des Stromzählers im Haushalt des Kunden, sowie für die Ablesung des Stromzählers. Im Klartext bedeutet das, dass der Kunde bei einem Wechsel nur bei der Stromerzeugung und -lieferung dem örtlichen Stadtwerk oder Regionalversorger verloren geht. Im Bereich Netze bleibt er Kunde des örtlichen Stromnetzbetreibers. Denn die Netze bilden ein natürliches Monopol. Der örtliche Stromnetzbetreiber schließt außerdem mit dem Kunden einen Netzkundenvertrag, der den Anschluss des Kunden an das Stromnetz regelt. Dieser Vertrag wird vom neuen Anbieter in Vollmacht für den Kunden kontrolliert und abgeschlossen. Mit dem Netzkundenvertrag ist sichergestellt, dass der Kunde einen vertraglich verbürgten Anspruch auf die gleiche netzbedingte Versorgungsqualität hat wie der Kunde des örtlichen Stromversorgers. Das gilt insbesondere auch für den Fall einer Leitungsstörung. Die Störung muss bei ihm genau so schnell beseitigt werden wie etwa bei seinem Nachbarn, der noch Stromkunde beim örtlichen Stromanbieter ist. Die Kosten, die durch die beiden Netzverträge entstehen sind in dem Strompreis des neuen Anbieters enthalten. Der Kunde braucht keine versteckten weiteren Kosten zu fürchten. Dies gilt auch für die Preise fast aller anderen Anbieter auf dem deutschen Strommarkt.

Einige örtliche Stromversorger verlangen nach wie vor Wechselgebühren, obwohl diese höchst umstritten sind. Auch diese werden vom neuen Stromlieferant übernommen und dem neuen Kunden nicht in Rechnung gestellt. Sobald der vertragliche Rahmen geklärt isst, beginnt der neue Anbieter mit der Einspeisung seines Stroms ins Netz. Der Kunde erhält eine Bestätigung über die Belieferung und der Wechsel ist abgeschlossen. Auf Basis des bisherigen Stromverbrauchs erstellt der neue Stromlieferant einen Abschlagsplan und zieht im vereinbarten Rhythmus die Beträge vom Konto des Kunden ein. Am Ende des Jahres wird der Stromzähler abgelesen. Das erfolgt durch den Kunden selbst oder durch Ableser des örtlichen Stromversorgers. Danach erfolgt die Jahresendabrechnung.

Immer wieder wird in den Medien von Problemen beim Stromwechsel berichtet. Tatsächlich haben einige schwarze Schafe unter den ehemaligen Monopolisten versucht, wechselwillige Kunden einzuschüchtern. Aber, weder das Abschalten des Stroms noch die Erhebung von Wechselgebühren sind zulässig. Die NaturEnergie AG hat inzwischen im Großen und Ganzen positive Erfahrungen mit den Netzbetreibern gemacht. So wurden bereits mit 205 örtlichen Netzbetreibern Verträge oder Vereinbarungen abgeschlossen. Ein besonderer Erfolg ist auch, dass die NaturEnergie seit Juli diesen Jahres Kunden in den neuen Bundesländern beliefern kann. Sie konnte sich mit der VEAG (Vereinigte Energiewerke AG, Berlin) auf die Belieferung von Kunden im ostdeutschen Verbundnetz einigen, obwohl hier immer noch die sogenannte Braunkohleschutzklausel besteht.

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