Gebündelte Power

NARA: Neue Arbeitsgemeinschaft für den verhandelten Netzzugang

Die Verbände, die in Deutschland gemeinsam den Netzzugang zu Gas- und Stromnetzen verhandelt haben, sind jetzt in der Arbeitsgemeinschaft NARA vereint. Sie soll Deutschland auch international vertreten.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Mit der Arbeitsgemeinschaft NARA wurde jetzt in Berlin ein neues Sprachrohr für das System des verhandelten Netzzugangs bei Erdgas und Elektrizität geschaffen. Das Kürzel NARA steht für "Negoti-ated Network Access Regime - Agency". Initiatoren sind die sieben Verbände, die die Verbändevereinbarungen Elektrizität und Erdgas ausgehandelt haben.

Die NARA soll die Strategie des verhandelten Netzzugangs ins richtige Licht rücken, informieren und gleichzeitig Hintergründe aufzeigen - sowohl auf deutscher als auch auf internationaler Ebene. Dabei vertritt sie in Abstimmung mit den sieben Trägerverbänden die deutschen Anliegen in den regelmäßig stattfindenden europäischen Foren für den Netzzugang in Florenz (Strom) und Madrid (Gas). Alljährlich wird aus den Reihen der Trägerverbände ein Sprecher bestimmt. Die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft wird durch den Verband wahrgenommen, der den Sprecher stellt. Erster Sprecher ist Dr. Werner Marnette, Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Affinerie AG, Hamburg, und Vorsitzender des BDI-Energieausschusses. Träger der Arbeitsgemeinschaft NARA sind: Arbeitsgemeinschaft regionaler Energieversorgungs-Unternehmen (ARE), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Bundesverband der Deutschen Gas und Wasserwirtschaft (BGW), Deutsche Verbundgesellschaft (DVG), Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

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