Tiefstand überwunden

Nahost-Konflikt treibt Ölpreis auf knapp 50 Dollar

Innerhalb der letzten zwei Wochen ist der Ölpreis um fast 50 Prozent gestiegen. Nach dem vorweihnachtlichen Tiefstand haben die aktuellen Vorkommnisse im Gaza-Streifen wieder für einen Preisschub gesorgt. Jedoch liegt der Preis immer noch etwa 100 Euro unter dem Rekordhoch im Sommer 2008.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

London (red) - Nach dem vorweihnachtlichen Tiefpunkt von nur rund 32 Euro wurden am Montag wieder über 48 Dollar pro Barrel Öl gezahlt. Der Ölpreis wird nicht wieder unter 40 Dollar sinken, sagte Hannes Loacker, Analyst der Raiffeisen Zentralbank in Wien, gegenüber dem Handelsblatt.

Grund für den aktuellen Preisanstieg ist dem Blatt zufolge die Sorge, dass sich der Nahostkonflikt weiter ausweite. Zudem zeige auch die von der OPEC beschlossene Förderdrosselung nun ihre Wirkung. Die wichtigsten Mitgliederstatten hätten die beschlossenen Kürzungen tatsächlich umgesetzt. Das Öl-Kartell hatte im November und Dezember eine Drosselung der Fördermenge beschlossen, um dem Preisfall entgegenzuwirken.

Weiterführende Links
  • Zum Handelsblatt-Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
  • Erdgaspreise

    Opec einigen sich auf Fördergrenze beim Öl

    Die zerstrittene Opec hat sich nun doch einigen können, die Ölfördermenge zu begrenzen. Bereits seit zwei Jahren sind die Ölpreise fast durchgehend im Keller. Das Öl wurde sofort nach der Entscheidung teurer.

  • Benzinpreise

    Verrückte Talfahrt: Spritpreise sinken in den Ferien

    Die Spritpreise schnellen zu Beginn der Ferien für gewöhnlich in die Höhe. Aber nicht in diesem Jahr: Diesel und Benzin sind zum Teil sogar günstiger zu haben als vor Ferienbeginn. Wie kann das sein?

  • Strom sparen

    OPEC und Russland: Ölförderung gemeinsam drosseln?

    Die OPEC bereitet offenbar gemeinsam mit Russland eine deutliche Senkung der Rohölförderung vor. Innerhalb der OPEC gebe es einen Konsens über eine Fördersenkung, sagte OPEC-Präsident Chakib Khelil am Wochenende in einem Fernsehinterview. Russland werde seine Produktion voraussichtlich entsprechend dem OPEC-Beschluss kürzen.

  • Strom sparen

    OPEC-Präsident hält Förderdrosselung für wahrscheinlich

    OPEC-Präsident Chakib Khelil hat für das OPEC-Sondertreffen am 29. November in Kairo eine weitere Drosselung der Ölförderung angedeutet. Es sei "höchst wahrscheinlich", dass eine solche Entscheidung getroffen werde, sagte Khelil, der zugleich Algeriens Ölminister ist, der algerischen Zeitung "El Moudjahid".

  • Hochspannungsmasten

    IEA erwartet geringere Ölnachfrage und sinkenden Preis

    Der weltweite Wirtschaftsabschwung führt nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) dazu, dass der Rohölpreis 2009 deutlich niedriger als angenommen sein wird. Für 2009 sei ein durchschnittlicher Ölpreis von 80 Dollar (64 Euro) pro Fass zu erwarten, wie die IEA in ihrem Monatsbericht erklärte.

Top