Transparente

Nächtliche Greenpeace-Aktion gegen E.ON-Atomtransport nach Sellafield

Heute Nacht ist aus dem niedersächsischen Kernkraftwerk Unterweser ein Transport von abgebrannten Brennelementen in die englische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield gestartet. Greenpeace hat dagegen protestiert.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Auf ungewöhnliche Weise hat Greenpeace heute Nacht gegen einen Atomtransport aus dem Kernkraftwerk Unterweser (Niedersachsen) nach England protestiert. Unmittelbar vor der Abfahrt des Zuges postierten Aktivisten drei große Leitern auf den Gleisanlagen, kletterten darauf und entfalteten in fünf Meter Höhe Transparente in Form von Stoppschildern mit der Aufschrift: "E.ON - Stop Atomtransporte! Sicherheit hat Vorrang!"

"Die Strategie von E.ON lautet Business as usual - als wäre nichts passiert", erläutert Veit Bürger, Greenpeace-Energieexperte, den Hintergrund der Aktion. "Die Atomtransporte sind nicht nur an sich gefährlich. Sie sind auch aufgrund der angespannten Sicherheitslage ein großes Risiko für die Bevölkerung. Das gilt für diesen Atomtransport genau so wie für den in knapp zwei Wochen stattfindenden Castor-Transport von Frankreich nach Gorleben."

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