Kein Geld

Nach Stromausfall in USA: DaimlerChrysler verklagt Allianz

Laut einem Bericht der Zeitung "Detroit News" hat der Automobilkonzern DaimlerChrysler den Versicherungskonzern Allianz verklagt, weil dieser die Zahlungen für die bei ihm versicherten Schäden infolge eines Stromausfalls bisher abgelehnt hat. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden knapp 33,1 Millionen Dollar.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Der Versicherungskonzern Allianz ist vom Automobilkonzern DaimlerChrysler in den USA auf Entschädigungszahlungen verklagt worden. Ein Allianz-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Montag in München, DaimlerChrysler wolle die Entschädigung für Produktionsausfälle infolge eines Stromausfalls im vergangenen Jahr im Nordosten der USA und von Kanada vor Gericht durchsetzen. Der Sprecher bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Detroit News". Chrysler hatte Schäden infolge eines Stromausfalls teilweise bei der Allianz versichert.

In dem Zeitungsbericht hieß es, die Konzerntochter Chrysler habe eine Klage gegen den Versicherungskonzern und dessen kanadische und kalifornische Niederlassungen eingereicht, nachdem die Allianz Zahlungen abgelehnt habe. Der Allianz-Sprecher sagte, Chrysler habe bislang keinen Schaden nachgewiesen.

In der bereits vor einigen Wochen eingereichten Klage bezifferte das Unternehmen in einer ersten Schätzung den Schaden durch den Stromausfall, der 14 der 31 Standorte des Automobilkonzerns lahm legte und zu einem Produktionsausfall von fast 10 000 Fahrzeugen führte, auf 33,1 Millionen US-Dollar zuzüglich Zinsen. Laut Allianz-Sprecher verbleibt davon bei der Versicherung ein geltend gemachter Schaden von unter einer Millionen Dollar. Derzeit gebe es Gespräche mit DaimlerChrysler zu dem Thema. Der Stuttgarter Automobilhersteller wollte sich nicht zu dem Zeitungsbericht äußern.

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