Emsland

Nach Morddrohungen wegen Kohlekraftwerk neuer Brief aufgetaucht

Nach anonymen Morddrohungen gegen zwölf CDU-Gemeinderatsmitglieder in Dörpen (Kreis Emsland) wegen der umstrittenen Pläne für ein Kohlekraftwerk ist nun ein neues Schreiben aufgetaucht. Wie ein Sprecher der Polizei auf ddp-Anfrage sagte, handle es sich dabei um ein Entschuldigungsschreiben.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Dörpen (ddp-nrd/red) - Der erste Brief habe keine Morddrohung sein sollen, sondern ein "Weckruf", da der Bau des Kohlekraftwerks unbedingt verhindert werden müsse, heißt es in dem neuen Schreiben. Einzelheiten wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen jedoch nicht bekannt geben.

Am Wochenende war der zweite Brief an die Polizei weitergeleitet worden. Diese prüft nun, ob es sich bei beiden Briefen um denselben Verfasser handelt. Hinweise auf einen möglichen Urheber gebe es noch nicht, hieß es.

Die Polizei hatte nach dem ersten Brief ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet. Das geplante Kohlekraftwerk ist in der Region höchst umstritten. Die Bürgerinitiative "Saubere Energie" kämpft mit Unterschriftenlisten gegen das Vorhaben. Die Vereinigung distanzierte sich von den Morddrohungen.

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