Russland

Nach Kraftwerksunglück 29 Tonnen Öl aus Fluss geholt

Nach dem schweren Kraftwerksunglück in Sibirien haben die russischen Behörden dutzende Tonnen Öl aus dem Jenissei-Fluss geholt. Seit Beginn der Untersuchung zur Aufklärung des Unglücks seien 29 Tonnen Öl aus dem Fluss entfernt worden, sagte eine Sprecherin der örtlichen Vertretung des Katastrophenschutzministeriums am Donnerstag.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Moskau (afp/red) - Wieviel Öl nach dem Unglück am Wasserkraftwerk von Sajano Schuschenskaja tatsächlich in den Fluss geschwemmt worden sei, sei unklar. Die Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete am Donnerstag, auf dem Fluss habe sich ein Ölteppich von 130 Kilometern Länge ausgebreitet.

Neun weitere Getötete geborgen

Bei dem Unglück in Russlands größtem Wasserkraftwerk ist die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf 26 gestiegen. Es seien neun weitere Getötete geborgen worden, teilte der russische Katastrophenschutz am Freitag mit. Weitere 49 Menschen wurden demnach noch vermisst. Die Chancen, sie lebend zu bergen, wurden als nur noch gering eingestuft.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde die Katastrophe vom Montag durch einen technischen Fehler ausgelöst: Nach offiziellen Angaben wurde ein Turbinenraum des Kraftwerks von Wassermassen regelrecht geflutet, rund 100 Menschen gerieten in die Fluten.

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