Brandenburg

NABU unterstreicht Forderung nach Braunkohle-Ausstieg

Der Naturschutzbund Deutschland Brandenburg (NABU) hat am Wochenende seine Forderung nach einer Energiewende in Brandenburg unterstrichen. Die Landesregierung müsse umdenken und jetzt die Weichen für einen Ausstieg aus der Braunkohle stellen, sagte der NABU-Landesvorsitzende Tom Kirschey.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Er rief die Bürger zur Beteiligung am Volksbegehren "Keine neuen Tagebau" auf. Die Umweltschutzorganisation kritisierte zugleich das "blinde Vertrauen" der Landesregierung in die CCS-Technologie der Kohlendioxid-Speicherung.

Die Kabinette von Brandenburg und Sachsen-Anhalt hatten dem Energiekonzern Vattenfall jüngst ihre Unterstützung bei der Entwicklung von CO2-armen Kraftwerkstechnologien in Verbindung mit der Endlagerung des Kohlendioxids zugesichert. Die nach Unternehmensangaben weltweit erste Pilotanlage für ein CO2-armes Kohlekraftwerk steht im Industriepark Schwarze Pumpe in Spremberg (Spree-Neiße).

Das Volksbegehren war am 10. Oktober begonnen worden. Es richtet sich gegen den Plan des Energiekonzerns Vattenfall, fünf neue Tagebaue in der Lausitz zu erschließen. Die Initiatoren des Volksbegehrens, zu denen die Linke, die Grünen und Umweltverbände gehören, sehen dafür keine Notwendigkeit.

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