Risiko minimieren

NABU: Offshore-Position der Bundesregierung positiv

Der Naturschutzbund zeigt sich einverstanden mit den Plänen des Umweltministeriums zum Ausbau von Offshore-Windanlagen. In jedem Fall müsste der Naturschutz eine große Beachtung finden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Der Naturschutzbund NABU hat die Position des Bundesumweltministeriums zur Offshore-Windenergienutzung (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier) in weiten Teilen begrüßt. "Offensichtlich hat man in der Bundesregierung erkannt, dass es falsch wäre, auf's Tempo zu drücken mit dem Risiko, die Windkraft auf Kosten des Naturschutzes auszubauen", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Der NABU sehe zwar auch erheblich Potenziale für die Offshore-Windenergie, bestehe jedoch darauf, eine sorgfältige Standortsuche vorzunehmen. Dabei müssten insbesondere die Belange des Naturschutzes strikt berücksichtigt werden.

Vor allem der Vogelschutz habe auf See erhebliche Bedeutung. "Wir begrüßen daher, dass sich das Bundesumweltministerium bereits darauf festgelegt hat, die so genannten Important Bird Areas von Windparks frei zu halten", so Flasbarth. Diese seien auch für den NABU Tabu-Zonen. Flasbarth warnte vor einer überstürzten Genehmigung der zahlreichen Anträge, die bereits für Nord- und Ostsee vorlägen. Viele dieser Anträge zeigten, dass sie fast ausschließlich technische Überlegungen zur Grundlage hätten. "Wir schlagen daher vor, dass die Bundesregierung nach gründlichen Untersuchungen zunächst konfliktarme Flächen ausweist, um die sich Betreiber dann bewerben können."

Insgesamt zeige die Position des Bundesumweltministeriums, dass man aus Fehlern der Vergangenheit gelernt habe und Konflikte mit dem Naturschutz im Offshore-Bereich zu vermeiden versuche. Flasbarth kündigte an, dass der NABU seine Position zur Offshore-Windenergienutzung auf dem Kongress des Bundesumweltministeriums am 14.6. in Berlin vorstellen werde.

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