Früherkennung

NABU bewertet deutsche Energiepolitik im internationalen Vergleich als positiv

Auch wenn die Umweltschützer des NABU vor allem mit der Geschwindigkeit des Atomausstiegs nicht einverstanden sind, setze Deutschland mit diesem Vorstoß dennoch ein Zeichen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Auf einer Veranstaltung des Bundesumweltministeriums zu Atomausstieg und Energiewende hat der Präsident des Deutschen Naturschutzbundes (NABU), Jochen Flasbarth, den deutschen Atomausstieg als internationales Signal für einen Schritt in Richtung Nachhaltige Energieversorgung bezeichnet. "Auch wenn wir mit vielen Details - vor allem der Geschwindigkeit - des Ausstiegs nicht einverstanden sind, so setzt Deutschland damit doch weltweit ein Zeichen."

Für den NABU sei nicht die Frage, ob sich Deutschland bei der Energiepolitik einen Sonderweg leisten könne. Fraglich sei vielmehr, ob sich die Staaten, die dem Beispiel des Atomausstiegs nicht folgten, verantwortungsvoll verhielten. "Wer von Ausbau statt Ausstieg redet, muss auch Fragen zur künftigen Versorgungssicherheit beantworten", so Flasbarth. Wirtschaftlich erschließbare Uranressourcen seien schneller aufgebraucht als etwa Erdöl. Wolle man also langfristig an der Atomenergienutzung festhalten, müsse man schnelle Brüter bauen. "Von dieser grauenhaften Vorstellung haben sich zum Glück alle Staaten der Welt verabschiedet", sagte Flasbarth. Nach Auffassung des NABU sei eine nachhaltige Energieversorgung nur über die drei Säulen rationelle Energieverwendung, effiziente Energieumwandlung und Nutzung Regenerativer Energien möglich. Das habe man in Deutschland lediglich etwas früher erkannt als in einigen anderen Ländern. "Die Wirtschaftsmacht Amerika wird irgendwann mit Bestürzung feststellen müssen, dass sie auf dem Holzweg ist", so Flasbarth abschließend.

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