Neuordnung

MVV gliedert Powerline aus

Der Mannheimer Energiekonzern MVV gliedert Powerline (Internet über die Steckdose) in die Beteiligungsgesellschaft PPC aus. Die Konzerntochter MAnet soll sich künftig auf Telekommunikationsdienstleistungen für das Geschäftskundensegment konzentrieren. Weitere Portfoliobereinigungen sind geplant.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Das Mannheimer Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie hat bei seiner anstehenden Umstrukturierung und Konzentration auf das Kerngeschäft in einem ersten Schritt sein Telekommunikationsgeschäft gestrafft und will es damit in die schwarzen Zahlen bringen.

Wie der MVV Energie-Vorstandsvorsitzende Dr. Rudolf Schulten heute im Anschluss an eine Sitzung des Aufsichtsrates betonte, sollen dabei künftig alle Aktivitäten des Konzerns im Bereich der Powerline-Technologie in der Power PLUS Communications AG (PPC) gebündelt und wirtschaftlich geführt werden. Die PPC ist bisher bereits für den Vertrieb der Powerline-Technologie, mit der das Stromnetz zur Datenübertragung und damit auch als Internet-Zugang genutzt werden kann, an andere Stromnetzbetreiber in Deutschland und Österreich verantwortlich. An ihr sind neben der MVV Energie über ihre Risikokapitalgesellschaft MVV Innovationsportfolio auch die ABB AG und der israelische Technologiepartner main.net beteiligt. Dr. Rudolf Schulten: "Mit einer schlagkräftigen Mannschaft wird Powerline in Mannheim effizienter fortgeführt, und die Synergien mit der PPC können genutzt werden. Dies eröffnet der PPC auch die Chance, weiterhin über Mannheim hinaus Dienste für andere Städte anbieten zu können."

Die Tochtergesellschaft MAnet GmbH, die bisher das Geschäft mit dem "Internet aus der Steckdose" in Mannheim betrieben hat, soll sich dagegen künftig auf die Telekommunikationsdienstleistungen für das Geschäftskundensegment konzentrieren.

Derzeit würden alle Geschäftsfelder auf deren Werthaltigkeit geprüft, heißt es aus dem Konzern. Bei der folgenden Bereinigung des Portfolios werde es noch zu weiteren Einmaleffekten kommen, die das Ergebnis des Konzerns im laufenden Geschäftsjahr belasten werden: "In dem zweiten Schritt, der in naher Zukunft folgen soll, geht es um weitere kerngeschäftsferne Aktivitäten, etwa in den Bereichen Windenergie, Abwasser, Consulting und Projektentwicklung oder auch um die Auslandsengagements in Spanien und Portugal. Die finanziellen Belastungen für diesen zweiten Teil unserer Portfoliobereinigung werden unter dem Betrag für den jetzt beschlossenen Teil liegen", blickt Schulten in die Zukunft.

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