Bilanz

MVV Energie AG hebt Prognose an

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG will im laufenden Geschäftsjahr 2005/06 ein operatives Ergebnis von 195 Millionen Euro erreichen. Grund für dieses hochgesteckte Ziel sind die positiveren Entwicklungen im Umweltbereich, in Polen und Tschechien sowie die Kostensenkung im Konzern.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Das im SDAX notierte Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG hat seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Wie Vorstandschef Dr. Rudolf Schulten bei der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz heute in Frankfurt mitteilte, will das Unternehmen sein operatives Ergebnis (EBIT) auf 195 Millionen Euro steigern.

Noch im November 2005 hatte er ein EBIT von 185 Millionen Euro angekündigt. Der Umsatz soll zudem auf 2,25 Milliarden Euro (bisher 2,2 Milliarden Euro) und das Vorsteuerergebnis (EBT) auf 133 Millionen Euro (bisher 123 Millionen Euro) verbessert werden. Für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 stellte er gleichzeitig eine Erhöhung der Dividende, die derzeit 0,75 Euro beträgt, in Aussicht.

Als wichtigste Ursache für die Anhebung der eigenen Erwartungen nannte Dr. Schulten die "oberhalb der bisherigen Planungen liegende positive Entwicklung der Umweltsparte der MVV Energie". So konnte mit der reibungslosen Inbetriebnahme der neuen Müllverbrennungsanlage in Leuna (Sachsen-Anhalt) beispielsweise die Verbrennungskapazität des Konzerns auf insgesamt 900 000 Tonnen pro Jahr gesteigert und auch bereits weitgehend ausgelastet werden. Zusätzlich führen nachhaltig gestiegene Preise im Gewerbemüllbereich sowie für den in den Müllverbrennungsanlagen erzeugten Strom zu höheren Erlösen. Daneben, so Schulten, sorgen eine positive Ergebnisentwicklung der kommunalen Fernwärmebeteiligungen in Tschechien und Polen sowie rasch wirksame Kostensenkungen im Rahmen des FOKUS-Projektes sowie durch die Umsetzung von Konzernprojekten, etwa im Bereich des Einkaufs, der IT, der Abrechnung und des Meterings, für die erwartete Ergebnisverbesserung.

"Damit setzen wir konsequent und sehr erfolgreich unsere Strategie zur Steigerung unseres Unternehmenswertes und unserer Ertragskraft fort", betonte der Vorstandsvorsitzende. Seinen Angaben zufolge, setzt der Konzern in den kommenden Jahren voll auf Wachstum: "Wir erwarten, dass es im deutschen Stadtwerke-Markt zu weiteren Privatisierungen und damit zu einer weiteren Konzentration kommen wird. Und dann wollen wir zu den Handelnden und nicht zu den Gehandelten gehören." Der Ausbau des bestehenden Stadtwerke-Netzwerkes des Konzerns stehe deshalb ganz oben auf der Liste der eigenen Wachstumsziele. Aber auch bei den Tochtergesellschaften in Tschechien und Polen, in denen die Restrukturierung inzwischen nahezu abgeschlossen sei, strebe das Unternehmen neue Beteiligungen und damit einen Ausbau des Marktanteiles an.

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