MVV Energie AG hat Ziele deutlich übertroffen - Absatz, Umsatz und Ertrag gesteigert

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Mit einer deutlichen Steigerung von Absatz, Umsatz und Ertrag hat die MVV Energie AG im Geschäftsjahr 1999/2000 ihre Position als Multi-Utility-Dienstleistungsunternehmen ausgebaut. Entgegen des allgemeinen Branchentrends steigerte die börsennotierte Mannheimer Energieverteilungs- und -dienstleistungsgruppe zum wiederholten Male ihren Umsatz.



Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 1,3 Milliarden Mark. Um die weitergegebenen Belastungen aus der Stromsteuer und der erhöhten Erdgassteuer bereinigt, betrug das Umsatzwachstum 12 Prozent. Damit wurden die Planziele beim Umsatz nicht nur erreicht, sondern um sechs Prozent übertroffen. Der im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 93,8 Millionen Mark angestiegene Jahresüberschuss übertraf die Planzahlen um mehr als 15 Prozent. Die neu erworbene Beteiligung Energieversorgung Offenbach (EVO) ist im Jahresabschluss 1999/2000 noch nicht konsolidiert.



Mit einer Investitionssumme von 179 Millionen Mark, nahezu einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr (Plus 47,0 Prozent), hätten die im Berichtsjahr getätigten Investitionen ein neues Hoch erreicht, wie die MVV mitteilte. Die Zahl der Mitarbeiter in der MVV Energie Gruppe habe sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 1998/99 insgesamt um 140 auf rund 2300 Mitarbeiter erhöht.



"Die MVV Energie AG gehört zu den wenigen Unternehmen der Branche, die ihr Betriebsergebnis im sehr schwierigen Umfeld weiter steigern konnten. Wir befinden uns nicht auf der Stand-, sondern der Überholspur", kommentierte Roland Hartung, Vorstandssprecher der MVV Energie AG, die Zahlen. "Dank unserer Multi Utility-Struktur konnten aus dem massiven Preisdruck auf dem liberalisierten Strommarkt resultierende Ertragseinbußen erfolgreich kompensiert werden. Hierzu beigetragen haben vor allem die hohen Ergebnisbeiträge aus dem Wärme- und Gasgeschäft sowie dem Müllheizkraftwerk", so Hartung.



Im wettbewerbsintensiven Strommarkt steigerte die MVV Energie AG im Geschäftsjahr 1999/2000 ihren Absatz um 51,6 Prozent auf 3,8 Milliarden Kilowattstunden. Der enorme Mengenzuwachs resultiert vor allem aus den stark expansiven Stromhandels- und Vertriebsaktivitäten, die weit über das angestammte Versorgungsgebiet hinausgehen. So legte die Absatzmenge des seit 1999 betriebenen Stromhandelsgeschäftes im Berichtsjahr um etwa 550 Prozent auf 1,4 Milliarden Kilowattstunden zu. Im wettbewerbsintensiven Marktsegment der Industrie- und Gewerbekunden wurde ein Absatzplus von 11 Prozent erzielt. Hierzu beigetragen haben 1150 neue Kundenkontakte, die bundesweit außerhalb des bisherigen Versorgungsgebiets gewonnen werden konnten.



Den hohen Umsatzsteigerungen aus dem Stromhandel und dem überregionalen Stromabsatz stehen Einbußen im Endkunden-Geschäft bei Industrie, Gewerbe- und Haushaltskunden gegenüber, die aus wettbewerbsmäßig notwendig gewordenen Preissenkungen resultieren. Dennoch konnte mit einer Umsatzsteigerung von neun Prozent im Stromgeschäft, das mit 31,8 Prozent zum Unternehmensumsatz und mit 21,5 Prozent zum Unternehmens-EBIT beiträgt, ein respektables Ergebnis erzielt werden.



Die Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch an der positiven Performance der MVV Aktie wider. So kletterte der Wert des Papiers seit Jahresende 1999 von 13,50 Euro bis zum 17. Januar 2001 auf 15,90 Euro. Mit einer Kurssteigerung von 17,8 Prozent nimmt die MVV Energie AG einen vorderen Platz unter den führenden Energieversorgungs- und -dienstleistungsunternehmen ein. Der Börsenwert der MVV Energie AG betrug am Bilanzstichtag (30.9.) über 1,5 Milliarden Mark. Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 verbesserte sich von 1,44 Mark auf 1,87 Mark in 1999/2000.

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