Wegen hoher Strompreise

Mutterkonzern beschließt Aus für Hydro-Aluminiumhütte in Stade

Weil der starke Strompreisanstieg keinen wirtschaftlichen Weiterbetrieb erlaube, schließt der Konzern Norsk Hydro sein Aluminiumwerk in Stade bis spätestens Ende 2006. Von der Schließung betroffen sind 420 Arbeitsplätze. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern, würde die Schließung gestoppt.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stade (ddp-nrd/sm) - Das Hydro-Aluminiumwerk in Stade wird bis spätestens Ende 2006 geschlossen. Das teilte der Mutterkonzern Norsk Hydro am Dienstag in Oslo mit. Der Aufsichtsrat der Hydro Aluminium Deutschland hatte die Schließung am Montag genehmigt.

Der starke Anstieg der Strompreise erlaube keinen wirtschaftlichen Weiterbetrieb, hieß es zur Begründung. Im Herbst sollen die Vorbereitungen zur Stilllegung beginnen. Von der Schließung betroffen sind 420 Arbeitsplätze. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern, würde die Schließung gestoppt, teilte das Unternehmen weiter mit.

Der Hydro-Aufsichtsrat reagierte mit dem Beschluss den Angaben zufolge auf steigende Strompreise. Bei einer Kapazität von 71 000 Tonnen pro Jahr sei das Werk in Stade die kleinste deutsche Aluminiumerzeugung mit einer weniger effizienten, arbeitsintensiven Technologie und damit dem Anstieg der Strompreise stärker ausgesetzt.

Zudem empfahl der Aufsichtsrat, die Schmelzhütte und die Anodenfabrik der Hamburger Aluminium-Werk GmbH zum Ende dieses Jahres zu schließen.

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