Müller und Clement: Kohle wird Platz im Energiemix behalten

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Auf einer Konferenz über die "Zukunft der Kohle", die gestern in Berlin stattfand, sicherten sowohl Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) als auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) der Kohle weiterhin einen wichtigen Platz im deutschen Energiemix zu. Ebenso wie die erneuerbaren Energien würden Steinkohle und Braunkohle langfristig an Bedeutung gewinnen, sagte Müller voraus. Gleichzeitig forderte er die Bergbaugesellschaften auf, mit neuen Technologieoffensiven auf die sich verschärfenden Umweltanforderungen zu reagieren und die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen mit sauberen Kohletechnologien voranzutreiben.


Müller bekräftigte zudem seine Einstellung zum Import von "schmutzigem" Strom. Wer Strom in Kraftwerken ohne die europaweit gültigen Sicherheitseinrichtungen erzeuge, sollte diesen nicht importieren dürfen. Der Minister forderte die Europäische Kommission erneut auf, auch bei den anstehenden Beitrittsverhandlungen mit den osteuropäischen Kandidaten darauf zu drängen, dass die Einfuhr von "schmutzigem" Strom unterbunden wird.


Wolfgang Clement warnte davor, die energiepolitische Entwicklung allein dem liberalisierten Markt zu überlassen. Der Preiswettbewerb dürfe nicht zum Ökodumping oder Sicherheitsrisiko werden, beschwor der Ministerpräsident die Anwesenden.

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