Kompromis

Moorburg: Vattenfall bietet Verhandlungen an

Vattenfall ist bereit, beim Kohlekraftwerk Moorburg einen Kompromiss einzugehen und über weitere Verringerungen der Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu verhandeln. Diese könnte durch eine Drosselung von einem der geplanten Kraftwerksblöcke erreicht werden, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" vorab.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

München (ddp-nrd/sm) - Im Streit um das geplante Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg hat Vattenfall offenbar ein vertrauliches Angebot unterbreitet. Vattenfall-Deutschland-Chef Tuomo Hatakka habe am Mittwoch ein entsprechendes Schreiben an Hamburgs Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL) geschickt, berichtete der "Focus" vorab. Der Energiekonzern sei bereit, "über eine erkennbare, weitere Reduktion der CO2-Emissionen" zu verhandeln. Das könne auch durch die "einstweilige Drosselung" eines der beiden geplanten Kraftwerksblöcke geschehen.

Die Hamburger Umweltbehörde muss in den kommenden Tagen über eine Genehmigung für Moorburg entscheiden. Der vorläufige Baustart des Kohlekraftwerks Moorburg war noch vom alten CDU-Senat genehmigt worden. In den Koalitionsverhandlungen von CDU und GAL war dieses Projekt einer der entscheidenden Verhandlungspunkte. Inzwischen gilt eine Genehmigung des Baus unter strengen Umweltauflagen als wahrscheinlich.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromtarife

    Vattenfall will Fernwärme-Versorgung in Berlin ausweiten

    Der Stromanbieter Vattenfall will die Versorgung durch Fernwärme in Berlin deutlich ausweiten. Ziel sei es, 20.000 neue Kunden pro Jahr zu gewinnen. Im Fokus stünden dabei insbesondere Spandau und Prenzlauer Berg, so der Energiekonzern

  • Strom sparen

    Moorburg-Streit steht offenbar vor dem Ende

    Der seit Monaten schwelende Streit über das im Bau befindliche Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg geht zu Ende. Vattenfall hat offenbar beide Klagen zurückgezogen; im Gegenzug wird der beantragte Hybrid-Kühlturm wohl genehmigt. Die betrieblichen Auflagen hatten Vattenfall eine ordentliche Stange Geld gekostet.

  • Hochspannungsmasten

    Moorburg: Hamburger Koalition steht vor Zerreißprobe

    Die schwarz-grüne Koalition in Hamburg steht offenbar vor einer Zerreißprobe. Der Grund ist die bevorstehende Entscheidung über den umstrittenen Bau des Kohlekraftwerks Moorburg. Vor allem an der grünen Basis rumort es einem Radiobericht zufolge kräftig.

  • Stromnetz Ausbau

    Özdemir nun doch gegen Bau neuer Kohlekraftwerke

    Der designierte Grünen-Chef Cem Özdemir hat sich nun doch gegen neue Kohlekraftwerke ausgesprochen. Das sei Beschlusslinie der Partei seit zwei Jahren und unverändert auch seine Position, so Özdemir am Donnerstag.

  • Hochspannungsmasten

    Debatte um Bau des Kraftwerks Moorburg geht weiter

    Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) hat eine Genehmigung des umstrittenen Kohlekraftwerks Moorburg durch den Hamburger Senat gefordert. Unterdessen legte Vattenfall einen Kompromissvorschlag vor, über den wohl Ende des Monats entschieden wird.

Top