Greenpeace warnt

Möglicherweise demnächst Atomtransport über Cuxhaven

Nach Informationen von Greenpeace soll es bald einen Atomtransport über Cuxhaven geben. Das entsprechende Bundesamt bestätigte die Informationen. Der Transport ist wegen dem hohen Plutonium-Anteil besonders gefährlich.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Cuxhaven (ddp/red) - Über Cuxhaven könnte möglicherweise noch in diesem Jahr ein Atomtransport stattfinden. Nach Informationen der Umweltschutzorganisation Greenpeace gibt es Hinweise, dass im September 2009 acht Brennelemente aus dem britischen Sellafield zum niedersächsischen Kernkraftwerk Grohnde transportiert werden. Ein genaues Datum sei aber noch nicht abzusehen, sagte ein Sprecher der Organisation am Freitag auf ddp-Anfrage. "Der Transport steht aber schon seit langem an."

Anträge sind wegen fehlender Formalien noch nicht angenommen

Ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz, das solche Atomtransporte genehmigen muss, bestätigte am Freitag, dass ein entsprechender Antrag vorliegt. "Uns liegt ein Antrag vor. Die notwendigen Antragsunterlagen wurden vom Antragssteller jedoch nicht vollständig eingereicht", sagte er.

Hoher Plutonium-Anteil macht die Ladung besonders gefährlich

Laut Greenpeace ist die Ladung deshalb brisant, weil unbestrahlte Brennelemente mit einem hohen Plutonium-Anteil transportiert würden. Sollten diese in falsche Hände gelangen, seien sie besonders gefährlich. Am Donnerstag hatten im Cuxhavener Hafen Polizei und Feuerwehr bereits das Umgehen mit Atomtransporten geübt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Steigende Strahlenbelastung bei Brennelemente-Revision

    Eine Brennelemente-Revision geht mit einem Anstieg der Strahlenbelastung in der Umgebung des AKWs einher. Das wurde in der Antwort auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen an die niedersächsiche Landesregierung festgestellt. In Reaktion darauf wurde Besorgnis über eine verstärkte Gesundheitsgefährdung bei Revisionen geäußert.

  • Energieversorung

    Transport von Mox-Brennelementen ist laut Regierung sicher

    Die Bundesregierung hält den Transport plutoniumhaltiger Mischoxid(Mox)-Brennelemente für sicher. Die Einhaltung der gefahrgut- und atomrechtlichen Vorschriften werde gewährleistet, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag.

  • Strompreise

    Kernkraftwerk Grohnde geht für Revision vom Netz

    Das Kernkraftwerk Grohnde an der Weser geht ab Samstag wegen einer planmäßigen Revision für mehr als zwei Wochen vom Netz. Dabei sollen 48 der insgesamt 193 Brennelemente des Reaktorkerns gegen neue ausgetauscht werden, wie eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums mitteilte.

  • Hochspannungsmasten

    Derzeit unterwegs: Letzter Castor-Transport aus Reaktor Rossendorf

    In Sachsen startete heute der letzte von drei Atommülltransporten vom einstigen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden ins westfälische Zwischenlager Ahaus. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen machte sich der Konvoi mit sechs Castor-Behältern und 80 Begleitfahrzeugen auf die 600 Kilometer lange Strecke.

  • Hochspannungsmasten

    Brennelementwechsel in Niedersachsens Kernkraftwerken

    Während des Stillstands sollen in beiden Werken jeweils 48 der insgesamt 193 Brennelemente gegen frische ausgetauscht werden, wie das Landesumweltministerium am Montag mitteilte. Daneben finden umfangreiche Inspektionen, Instandhaltungsmaßnahmen sowie Prüfungen statt.

Top