Weniger ist mehr

Mit Heizenergie geizen: Tipps für das Einsparen von Heizkosten

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch hat zu Beginn der Heizperiode verschiedene Energiespartipps veröffentlicht.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Unnötig hoher Heizenergieverbrauch belastet Geldbeutel und Umwelt. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) hat jetzt - zum Beginn der Heizperiode - zehn Tipps vorgestellt, mit denen jeder Heizkosten einsparen kann.

(1) Mit einer Energie sparenden Heizungsanlage lassen sich die meisten Kosten einsparen, weshalb Heizkessel mit einem Alter von zehn Jahren und darüber baldmöglichst ausgetauscht werden sollten. Moderne Heizungsanlagen verbrauchen etwa 40 Prozent weniger Energie als alte Anlagen. Aus diesem Grund amortisieren sich die Anschaffungskosten für ein neues Gerät sehr schnell. Sehr empfehlenswert sind Erdgas-Brennwertgeräte. Sie arbeiten mit höchster Effizienz, denn sie nutzen auch die Wärme des Abgases.

(2) Die Raumtemperatur sollte nicht mehr als 20 Grad betragen, in der Nacht mindestens fünf Grad weniger. Jedes Grad Temperaturabsenkung spart bis zu sechs Prozent Heizkosten.

(3) Richtiges Lüften: Ein kurzer und kräftiger "Durchzug" ist besser als Dauerlüften mit einem angekippten Fenster, denn beim Dauerlüften kühlen Wände und Möbel aus.

(4) Heizung selbst arbeiten lassen: Heutzutage können viele Heizungsanlagen im Keller direkt vom Wohnraum aus gesteuert werden, in dem über ein Steuermodul an der Raumwand die gewünschte Temperatur eingestellt wird. Durch einen Temperaturfühler überprüft dann die Heizung, ob die Raumtemperatur von der vorgegebenen Temperatur abweicht und reagiert dann entsprechend. Dabei darf man allerdings die Einstellung des Heizkörperventils nicht verändern. Würde der Heizkörper manuell herabgeregelt, könnte die Steuerung der Heizung nicht mehr die vorgegebene Raumtemperatur erreichen. Durch das fast geschlossene Ventil kommt dann nämlich keine Wärme mehr im Heizkörper an, obwohl der Brenner auf Hochtouren läuft - unnötiger Energieverbrauch wäre die Folge.

(5) Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können, weshalb sie keinesfalls etwa durch Möbel verstellt werden dürfen. Heizkörper in Nischen sollten gegenüber der Wand gedämmt sein, wofür sich als Notlösung zum Beispiel eine Alu-Folie anbietet.

(6) Bisher nichtisolierte Rohrleitungen im Keller sollten isoliert werden.

(7) Der Dauerbetrieb elektrischer Heizlüfter ist Energie- und Geldverschwendung.

(8) Die Warmwassertemperatur sollte nicht höher als 60 Grad sein.

(9) Rollläden und Vorhänge in der Nacht schließen, damit Wärme nicht über die Fenster verloren geht. Es lohnt sich, auch die Kästen der Rollläden zu isolieren.

(10) Außerdem sollte man darauf achten, dass sich in den Heizkörpern keine Luft ansammelt.

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