Technologische Spitzenstellung

Ministerium plädiert für Aufbau einer IT-gestützten Energieversorgung

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto (FDP), hat sich für mehr Anstrengungen im Bereich intelligenter Energieversorgungssysteme ausgesprochen. Deutschland sei bei dieser Technologie weltweit führendr. Diese "technologische Spitzenstellung" müsse ausgebaut werden.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - In diesem Zusammenhang verwies Otto auf das Förderprogramm "E-Energy", das gemeinsam von Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium mit etwa 60 Millionen Euro unterstützt wird. Dabei werde in sechs Modellregionen ein IT-gesteuertes Energieversorgungsnetz aufgebaut, das durch intelligente Kombination aller zur Verfügung stehenden Stromquellen die Energieversorgung optimiert.

Zugleich plädierte Otto dafür, durch eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken die Forschung im Bereich regenerativer Energien voranzutreiben. Er habe die große Hoffnung, dass es gelingt, hier noch sehr viel größere Beiträge aus diesem Bereich für diese "Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts" bereitstellen zu können.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsmasten

    Die Energiewende: Was sich seit Fukushima getan hat

    Ein Jahr ist seit der Katastrophe in Fukushima vergangen, in deren Folge die schwarz-gelbe Bundesregierung die Energiewende und damit den Atomausstieg beschloss. Doch was hat sich seitdem getan? Ist die Endlagerfrage geklärt, gab es Fortschritte bei der erneuerbaren Energie und wie steht es um den Netzausbau? Hier ein kleiner Überblick.

  • Hochspannungsleitung

    Details zu millionenschwerer Kampagne der Atomlobby

    Nach der Veröffentlichung interner Dokumente zu Lobbykampagnen der Atomindustrie haben Politiker und Nichtregierungsorganisationen schärfere Regeln gegen verdeckten Lobbyismus gefordert. Bei der Kampagne ging es um die verlängerten Laufzeiten für Atommeiler.

  • Energieversorung

    Energiewirtschaft: AKW-Laufzeiten schnell verlängern

    Die Energiewirtschaft dringt auf eine rasche Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkrafdtwerke. EnBW-Chef Hans-Peter Villis forderte von der Bundesregierung, auf die Abschaltung alter Atomkraftwerke zu verzichten, bis es zu einer entgültigen Änderung des Atomgesetzes kommt.

  • Stromnetz Ausbau

    Schwarz-Gelb will keine unbegrenzten AKW-Laufzeiten

    Auch in der künftigen Regierung stößt eine unbegrenzte Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke auf Vorbehalte. Vor allem FDP-Politiker äußerten sich dazu ablehnend oder stellten zumindest weitgehende Bedingungen für eine solche Entscheidung.

  • Stromnetz Ausbau

    Laufzeitverlängerung führt zu einem Drittel mehr Atommüll

    Der von Politikern der Union und der FDP geforderte längere Betrieb von Kernkraftwerken würde einem Medienbericht zufolge die Menge von Atommüll massiv erhöhen. Damit würde etwa ein Drittel mehr Abfälle anfallen, deren Endlagerung immernoch ungeklärt ist.

Top