Statistik

Mineralölprodukte treiben Verbraucherpreise in die Höhe

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Februar 2005 gegenüber Februar 2004 um 1,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Januar 2005 erhöhte sich der Index um 0,4 Prozent. Die Schätzung auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Die Teuerung in Deutschland hat sich im Februar wieder etwas beschleunigt. Preistreiber waren vor allem Mineralölprodukte. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag nach endgültigen Berechnungen mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise auf Jahressicht um 1,8 Prozent und im Vergleich zum Januar um 0,4 Prozent. Im Januar hatte die Jahresveränderungsrate 1,6 Prozent betragen, im Dezember 2004 2,1 Prozent.

Nach Angaben der Statistiker wirken sich Mineralölprodukte seit April 2004 preistreibend auf die Jahresteuerungsrate aus: Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Teuerungsrate im Februar bei 1,6 Prozent gelegen. Den Angaben zufolge stiegen die Preise für leichtes Heizöl im Februar binnen Jahresfrist um 30,5 Prozent. Eine noch höhere Teuerung für Heizöl sei zuletzt im Oktober 2004 registriert worden. Kraftstoffe hätten sich im Februar um 3,8 Prozent verteuert. Im Vergleich zum Vormonat hätten sich die Preise für Heizöl als auch für Kraftstoffe um jeweils 1,2 Prozent erhöht.

Wie die Behörde weiter mitteilte, verteuerte sich im Februar Bohnenkaffee sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vormonat (plus 3,1 beziehungsweise plus 7,6 Prozent). Damit sei die lange Phase sinkender Kaffeepreise beendet worden. Ursache seien in erster Linie die gestiegenen Einfuhrpreise für Rohkaffee im letzten Jahr gewesen. Verbraucherfreundlich sei dagegen im Jahresvergleich die Preisentwicklung unter anderem für Informationsverarbeitungsgeräte (minus 10,8 Prozent), Telefon- und Telefaxgeräte (jeweils minus 11,1 Prozent) sowie Foto- und Filmausrüstungen (minus 6,4 Prozent) verlaufen. Teurer als im Februar 2004 waren den Angaben zufolge Haushaltsenergie (Strom: plus 4,1 Prozent, Gas: plus 7,5 Prozent, Zentralheizung, Fernwärme: plus 5,9 Prozent), Tabakwaren (plus 24,3 Prozent) und Kfz-Steuer (plus 19,7 Prozent).

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