Ressourceneffizienz

Millionenprojekt unterstützt Industrie beim Energiesparen

Mit einem Millionenprojekt soll die hessische Industrie Hilfestellung beim Energiesparen erhalten. Umweltministerin Lautenschläger, die für ihre Energiepolitik viel Kritik einstecken musste, will mit dem neuen Projekt 50 Prozent der Energiekosten im Herstellungsprozess einsparen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/red) - "Wir haben das ehrgeizige Ziel, bei der Herstellung von Produkten die Hälfte der Energie einzusparen", sagte Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) am Dienstag in Wiesbaden. Bisher fehle es dazu am Fachwissen und an Pilotprojekten. Mit einem 2,2 Millionen Euro teuren Projekt wollen Wirtschaft, Wissenschaft und Land gemeinsam Möglichkeiten entwickeln.

Das Projekt "Hessen Innovationen für Energie- und Ressourceneffizienz (HIER!") läuft zunächst drei Jahre. Das Land trägt 1,2 Millionen Euro, das gemeinnützige NATURpur Institut des Darmstädter Energieversorgers HSE AG beteiligt sich mit rund 500.000 Euro an den Kosten, die Technologietransfergesellschaft Limón übernimmt 300.000 Euro. Weitere Industriepartner bringen 115.000 Euro in Form von Anlagetechnik ein. Als langfristiges Ziel streben die Partner an, in Kassel ein Institut für "Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion" einzurichten.

Experten der Universität Kassel und der Firma Limón werden den Angaben zufolge gemeinsam Möglichkeiten erforschen, wie Unternehmen in ihrem Produktionsablauf Energie sparen können. Das Projekt konzentriert sich auf die drei Bereiche Aus- und Weiterbildung, Entwicklungsprojekte und Kommunikation. An dem geplanten Institut soll zudem ein akkreditiertes Prüfzentrum für Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen eingerichtet werden. Über die darüber angebotenen Dienstleistungen soll ein wesentlicher Teil der zukünftigen Finanzierung aus eigener Kraft sicher gestellt werden.

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