Auftakt

Millionenbetrug: Prozess für falsche Aktienhändler beginnt

Als Aktienhändler getarnt sollen drei Männer rund 1,5 Millionen Euro auf Partys und in sozialen Netzwerken ergaunert haben. Nach der Festnahme im Dezember 2015 hat nun der Prozess in Berlin begonnen.

Verhandlung© GaToR-GFX / Fotolia.com

Berlin - Als falsche Aktienhändler sollen drei Männer für ein Anlagesystem mit angeblich hohen Gewinnen geworben und etwa 1,5 Millionen Euro erschlichen haben. Neun Monate nach ihrer Festnahme hat vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen die 27- bis 32-Jährigen begonnen. Die Staatsanwaltschaft legt ihnen gewerbs- und bandenmäßigen Betrug in 835 Teilakten zur Last. Einer der Männer kündigte zu Prozessbeginn am Donnerstag eine Aussage am zweiten Verhandlungstag an.

Gauner erschlichen sich bis zu 2.500 Euro pro Opfer

Auf Partys, in Clubs und in sozialen Netzwerken hätten die Männer ihre Opfer gefunden und Anlagebeträge bis zu 2.500 Euro kassiert, heißt es in der Anklage. Über Anzeigen und Mundpropaganda sei verbreitet worden, dass sich Anlagen schnell verdoppelten. Insgesamt hätten die mutmaßlichen Betrüger knapp 2 Millionen Euro erlangt - und davon lediglich 357.000 Euro an Anleger zurückgezahlt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um ein gigantisches Schneeballsystem gehandelt habe. Die Angeklagten waren im Dezember 2015 nach Wohnungsdurchsuchungen festgenommen worden.

Quelle: DPA

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