Kernziel bayrischer Agrarpolitik

Miller: Bioenergie in Bayern weiter im Aufwind

Wie der bayrische Landwirtschaftsminister Josef Miller (CSU) am Sonntag in München sagte, entfielen 2002 vier Prozent des Primärenergieverbrauchs im Freistaat auf Biomasse, ein Viertel mehr als 1997. Laut Miller bleibt die Förderung nachwachsender Rohstoffe auch künftig ein Kernziel bayerischer Agrarpolitik.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (ddp-bay/sm) - Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen ist in Bayern der amtlichen Energiestatistik zufolge weiter im Aufwind. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller (CSU) am Sonntag in München sagte, entfielen 2002 vier Prozent des Primärenergieverbrauchs im Freistaat auf Biomasse, ein Viertel mehr als 1997. Deutschlandweit liege der Biomasseanteil am Energieverbrauch bei nur zwei Prozent.

Laut Miller bleibt die Förderung nachwachsender Rohstoffe auch künftig ein Kernziel bayerischer Agrarpolitik. Durch den Einsatz von Biomasse - vor allem Holzhackschnitzel - würden im Freistaat jährlich 2,3 Milliarden Liter Heizöl eingespart und rund sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden.

Derzeit gibt es in Bayern den Angaben zufolge 1,76 Millionen Kleinfeuerungsanlagen für Holz. Hinzu kommen 127 in Betrieb oder im Bau befindliche staatlich geförderte größere Biomasseheizwerke und -heizkraftwerke, 106 geförderte kleinere Biomasseheizwerke unter 500 Kilowatt, 250 Klär- und Deponiegasanlagen, 650 landwirtschaftliche Biogasanlagen und 350 öffentliche Tankstellen für biogene Treibstoffe sowie eine Produktionskapazität von jährlich rund 85 000 Tonnen Biodiesel.

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