Elektronisch gesteuert

Miele@home: Das total vernetzte Haus

Wohnen war gestern, heute kommuniziert man mit seinen Hausgeräten. Alle elektronisch gesteuerten Geräte und Anlagen - sie sprechen elf Sprachen - sind bei Miele@home über ein System miteinander verbunden. Das System des Hausgeräteherstellers ist ab sofort im Fachhandel erhältlich.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

In München stellte der Hausgerätehersteller Miele am Mittwoch seine Komplettlösung aus Powerline und Funk mit dem Namen Miele@home InfoControl zusammen mit neuen kommunikationsfähigen Miele-Hausgeräten vor, die ab sofort im Fachhandel erhältlich sind. Im Laufe dieses Jahres will Miele noch mehr solche Hausgeräte auf den Markt bringen, deren Datenstandard kompatibel ist mit dem europäischen Konnex-Standard. So können auch Heizungen, Sicherheitseinrichtungen, Beleuchtungssysteme, Rollladensteuerungen oder andere elektronisch gesteuerte Geräte und Anlagen im Haus an das System von Miele@home angeschlossen werden.

Die neuen sprechenden Hausgeräte verfügen entweder über ein integriertes Kommunikationsmodul oder sind so vorgerüstet, dass ein Modul nachträglich eingeschoben werden kann. Mittels dieser Kommunikationsmodule schicken die Hausgeräte Informationen per Powerline-Technik über die bereits vorhandene Stromleitung zu einer Basisstation, einer alufarbenen Box, die nur in eine frei auszuwählende Steckdose gesteckt werden muss. Aus der Basisstation von Miele@home werden die Hausgeräte-Informationen per Funk an das Mobilteil geschickt. Der Preis für Miele@home InfoControl beläuft sich für Empfänger und Basisstation auf 270 Euro. Das Kommunikationsmodul ist für unter 100 Euro erhältlich.

"Der Braten muss begossen werden"

Miele@home InfoControl spricht elf verschiedene Sprachen, zeigt die Uhrzeit an und passt in jede Tasche. Hauptaufgabe ist die Kontrolle von bis zu acht Hausgeräten gleichzeitig. Auf dem Display des 5,5 x 6,5 Zentimeter großen Mobilteils können Programmstatus und -dauer, Garzeit, Bedienhinweise oder Fehlermeldungen der angeschlossenen Geräte abgelesen werden. Der Backofen erinnert zum Beispiel daran, dass der Braten begossen werden muss. Der Dampfgarer lässt sagen, dass die Beilagen servierfertig sind. Der Herd signalisiert, dass die leere Kochfläche nun wirklich abgeschaltet werden sollte und der Gefrierschrank beschwert sich, dass die Tür immer noch nicht geschlossen wurde.

Reichweite von 50 Metern

Miele@home InfoControl hat innerhalb des Hauses eine Reichweite von etwa 50 Metern, gemessen am Abstand von Basisstation und Mobilteil. In der Basisstation ist zudem ein Empfänger integriert, der per Powerline-Technik dafür sorgt, dass an allen vernetzten Geräten die gleiche Uhrzeit angezeigt wird - wie bei klassischen Funkuhren mit Anpassung an Sommer- und Winterzeit. Die Basisstation soll die angeschlossenen Hausgeräte nahezu automatisch erkennen, so dass die Vernetzung per "Plug & Play" erfolgt. Es lassen sich mehrere Mobilteile an eine Basisstation anschließen, so dass mehrere Personen gleichzeitig die angeschlossenen Hausgeräte überwachen können. Miele@home InfoControl wird mit Wandhalterung geliefert. Alternativ lässt es sich mit Hilfe des integrierten Clips aufstellen oder auch an der Kleidung befestigen.

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