Konkurrenzkampf

Microsoft macht Online-Speicher günstiger

Microsoft senkt die Preise für seinen Cloud-Dienst OneDrive; gleichzeitig bekommen Nutzer mehr Speicherplatz eingeräumt. Vor dem Hintergrund eines geschrumpften PC-Marktes setzt das Unternehmen jetzt verstärkt auf Online-Dienste.

Cloud © Thomas Jansa / Fotolia.com

Redmond (dpa/red) - Microsofts neuer Chef Satya Nadella heizt den Kampf um die Vormachtstellung im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft an. Er senkt die Preise für Online-Speicher und räumt den Nutzern zugleich mehr Platz auf den Servern des Konzerns ein. Die Aktion zielt gegen die Rivalen Apple, Google und Amazon. Die Neuerungen würden ab dem kommenden Monat gelten, hieß es am Montag im Firmen-Blog.

Bei den Diensten von Microsoft und seinen Rivalen lassen sich Fotos, Videos oder andere Dateien direkt vom Smartphone oder PC in den Online-Speicher hochladen. So können die Daten gesichert, auf anderen Geräten angesehen oder mit Freunden und Bekannten geteilt werden.

Mehr Speicher für weniger Geld

Der kostenlose Speicherplatz in Microsofts Online-Dienst OneDrive steigt nun von sieben auf 15 Gigabyte. Der Preis für 100 Gigabyte wird in Deutschland auf 1,99 Euro im Monat halbiert, der für 200 Gigabyte sinkt auf 3,99 Euro. Wer ein Abo für die Bürosoftware Office 365 abschließt, bekommt künftig als Bonus ein Terabyte an Speicher dazu statt der bisherigen 20 Gigabyte. Laufende Verträge würden automatisch umgestellt, erklärte Microsoft.

Von der Hardware zur Cloud

Der seit Jahresbeginn amtierende Nadella will Microsoft vor dem Hintergrund eines geschrumpften PC-Markts unabhängiger von Personal Computern und fest installierter Software machen. Dazu hat er die Devise "mobile-first, cloud-first" ausgegeben. Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein - auch von solchen, die von der Konkurrenz stammen. Wichtig ist Nadella vielmehr, dass die Dienste im Hintergrund auf Microsoft-Servern laufen.

Preiskampf der Internet-Riesen

Zuvor hatten bereits Google und Apple die Preise für Online-Speicher gesenkt. Auch Amazon stellt Privatkunden Platz auf seinen Servern zur Verfügung, macht den Großteil des Geschäfts aber mit Firmenkunden, die Rechenleistung und Speicher für ihre Websites brauchen. Der Preiskampf der Technologie-Schwergewichte setzt dabei spezialisierte Speicherdienste wie Dropbox oder Box unter Druck.

Quelle: DPA

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
  • Datenmissbrauch

    HP will gemeinsamen Datenraum für Europa

    Im Zuge der Spionageaffäre um die NSA haben sich bereits mehrere IT-Firmen für eine Abschottung des europäischen Datenraums eingesetzt. Aktuell zeigen sich auch Hewlett-Packard und Microsoft um einen Vorschlag bemüht.

  • Handytarife

    Dells Venue Pro gibts jetzt auch in Deutschland

    Dell hat bekannt gegeben, dass das neue Venue Pro ab heute in Deutschland verfügbar ist. Das Smartphone mit Windows Phone 7 richtet sich vor allem an Business-Nutzer.

  • Smartphone

    LG stellt Smartphone mit 3D Technologie vor

    3D Technologie demnächst auch auf dem Handy: Der Hersteller LG stellt dieser Tage sein erstes 3D-fähiges Smartphone vor. Auch was die Geschwindigkeit bei der Datenübertragung anbelangt, will LG neue Maßstäbe setzen.

  • Smartphone

    Das sind die ersten Smartphones mit Windows Phone 7

    Microsoft hat heute die ersten Smartphones mit dem neuen Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 präsentiert. Darunter sind Highend-Boliden wie das HTC HD 7, das Samsung Omnia 7 oder auch das LG Optimus 7.

Top