Braunkohlebergbau

MIBRAG startet Abraumbewegung in Schwerzau vorzeitig

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) startet in das neue Jahr mit der ersten Abraumbewegung im Baufeld Schwerzau des Tagebaus Profen. "Der Wechsel vom Baufeld Süd nach Schwerzau erfolgt früher als geplant. Grund dafür ist der seit Jahren steigende Bedarf an Rohbraunkohle", erläutert Bruce P. De Marcus, Vorsitzender der Geschäftsführung MIBRAG.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hauptabnehmer der Braunkohle aus dem Tagebau Profen sind das Kraftwerk Schkopau sowie MIBRAG-Partner in Chemnitz und Dessau. Das Baufeld Schwerzau erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 888 Hektar mit einem Vorrat von etwa 115 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Im Norden grenzt es an das aktive Baufeld Süd, im Osten an die Ortschaften Draschwitz, Reuden und Predel, im Süden an die Dörfer Pirkau und Bornitz und im Westen an die Landstraße 191 zwischen Pirkau und Hohenmölsen.

Das ehemals im Baufeld Schwerzau gelegene gleichnamige Dorf wurde im Nachbarort Draschwitz wieder neu errichtet. Die zirka 40 Schwerzauer siedelten zwischen 1991 und 1994 gemeinsam um. Die MIBRAG wird jährlich etwa zehn Millionen Tonnen Kohle im Baufeld Schwerzau fördern.

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