Störmthaler See

Mibrag füllt See im Leipziger Südraum mit Wasser aus ihren Tagebauen

In den beiden Mibrag-Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain wird rund um die Uhr Grund- und Oberflächenwasser abgepumpt, damit die Braunkohle gefördert werden kann. Nachdem dieses Wasser mechanisch gereinigt wurde, wird es über ein mehr als 73 Kilometer langes Ringleitungssystem u.a. in den Störmthaler See gepumpt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag) hat mit der Einleitung von Wasser aus ihren Tagebauen in den Störmthaler See begonnen. Das 733 Hektar große Tagebaurestloch im Leipziger Südraum soll bis 2011 gefüllt sein und als Badesee genutzt werden.

Die Qualität des Mibrag-Wassers ist dabei äußerst gut: "Es ist so rein, dass es kaum gereinigt werden muss", erläutert der Leiter Hydrologie und Geologie der Mibrag, Dr. Peter Jolas. Zudem sei das neutrale Grubenwasser ideal geeignet für die Tagebaurestlöcher. "Im Störmthaler See steigt auch saures Grundwasser auf, in dem Pflanzen und Tiere kaum überleben könnten", so Jolas weiter. "Das zusätzliche Wasser aus unseren Tagebauen neutralisiert diese niedrigen ph-Werte wieder."

Bis 2011 werden neun weitere Landschaftsseen im Leipziger Südraum entstehen. Der Cospudener See in Markkleeberg war schon 2000 als Projekt der Weltausstellung EXPO 2000 für Erholungssuchende eröffnet worden. Für die Flutung der Seen im Südraum von Leipzig wurde ein mehr als 73 Kilometer langes Ringleitungssystem verlegt. Zwei von der Mibrag errichtete Pumpstationen pumpen pro Minute bis zu 75 Kubikmeter Wasser durch die Rohre. In den beiden Mibrag-Tagebauen Profen und Vereinigtes Schleenhain wird rund um die Uhr Grund- und Oberflächenwasser abgepumpt, damit die Braunkohle gefördert werden kann. Bevor dieses Sümpfungswasser in die Seen des Südraums strömt, wird es mechanisch gereinigt.

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