Unbeantwortete Fragen

Mibrag-Chef skeptisch gegenüber CO2-Abscheidung

Mit Skepsis betrachtet Joachim Geisler, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) Theißen, die seit Monaten diskutierte CO2-Abscheidung bei Kohlekraftwerken.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig/Theißen (ddp-lsa/red) - Zum einen sei nicht erwiesen, ob diese Technologie auch im industriellen Großmaßstab funktioniere, sagte Geisler am Dienstag in Leipzig. Zum anderen stehe die Frage im Raum 'Wohin mit dem Kohlendioxid'? Das Gas müsse transportiert werden, es müsse gelagert werden, und dann stelle sich auch die Frage, wer das alles bezahlt.

Die Bundesregierung hatte Anfang April entschieden, die sogenannte CCS-Technologie zu erforschen. Zunächst sind drei Pilotprojekte in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen geplant. Mit der CCS-Technik soll das klimaschädliche Kohlendioxid, das bei der Verbrennung fossiler Energieträger entsteht, abgeschieden und unterirdisch gelagert werden.

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