Ölpreis gefallen

Mexiko stellt Ölexporte fast völlig ein

Hurrikan "Emily" hat nicht nur für die Evakuierung zehntausender Touristen und Bewohner der Halbinsel Yucatan gesorgt, sondern ist auch der Grund dafür, dass Mexiko seine Ölexporte fast vollständig eingestellt hat. In Folge des Unwetters mussten zwei Ölverladehäfen am Golf von Mexiko ihre Arbeit einstellen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Mexiko-Stadt/New York (ddp/sm) - Mexiko hat wegen des Hurrikans "Emily" seine Ölexporte fast vollständig eingestellt. Die staatliche Ölgesellschaft Petroleos Mexicanos teilte am Montag in Mexiko-Stadt mit, der Export von täglich 1,87 Millionen Barrel und die Förderung von 2,95 Millionen Barrel Öl seien ausgesetzt worden. Der Betrieb solle am Mittwoch wieder aufgenommen werden und bis Freitag in vollem Umfang laufen.

In Folge des Unwetters mussten zwei Ölverladehäfen am Golf von Mexiko ihre Arbeit einstellen. Zuvor waren bereits über 60 Ölförderanlagen vor der Karibikküste geschlossen und mehr als 15 000 Arbeiter evakuiert worden. "Emily" hat bei seinem Zug über die Halbinsel Yucatan schwere Verwüstungen angerichtet. Zehntausende Touristen waren in Notunterkünfte gebracht worden. An einem Großteil der Küste der Riviera Maya fielen Strom und Telefon aus.

An der New Yorker Nymex ist der Ölpreis unterdessen auf den tiefsten Stand in diesem Monat gefallen, nachdem die die Organisation Öl exportierender Länder (OPEC) ihre Nachfrage-Prognose für das laufende Jahr um 150 000 Barrel je Tag gesenkt hatte. Vor allem die Nachfrage aus China dürfte geringer als bislang erwartet ausfallen, hieß es. Gegen diese Meldung sei die Sorge um eine etwaige Verknappung in Folge der Hurrikan-Saison im Golf von Mexiko in den Hintergrund getreten, berichteten Händler. Der Preis für Rohöl der Sorte Light Sweet Crude fiel am Montag um 1,3 Prozent auf 57,32 Dollar je Barrel.

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