In Gelsenkirchen

Messe informiert über Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien

Wie der Wissenschaftsladen Bonn als Veranstalter mitteilte, präsentieren mehr als 60 Firmen, Hochschulen und Bildungsinstitute Jobs und Bildungsangebote aus diesem Bereich auf der Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. 2000 Besucher werden zu der zweitägigen Veranstaltung erwartet.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Gelsenkirchen (ddp-nrw/sm) - Über Chancen auf dem Markt der regenerativen Energiequellen informiert seit Donnerstag die Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Wie der Wissenschaftsladen Bonn als Veranstalter mitteilte, präsentieren mehr als 60 Firmen, Hochschulen und Bildungsinstitute Jobs und Bildungsangebote aus diesem Bereich. Rund 2000 Besucher werden zu der zweitägigen Veranstaltung erwartet.

Mehr als 280 freie Stellen bieten die Unternehmen den Angaben nach auf der Messe an. Das reiche vom Handwerker über neue Tätigkeiten wie dem Mechatroniker bis hin zum Ingenieur oder Vertriebsmitarbeiter, hieß es. "Wenn die Branche sich weiterhin so positiv entwickelt, werden Unternehmen in Deutschland schon in wenigen Jahren Schwierigkeiten haben, ausreichend viele und entsprechend qualifizierte Leute zu finden", sagte der Arbeitsmarktexperte des Wissenschaftsladens Bonn, Theo Bühler.

NRW-Energieminister Axel Horstmann (SPD) verwies darauf, dass sich die regenerative Energiewirtschaft von der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt habe. In den 2600 Firmen, die in NRW im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind, hätten 15 000 Arbeitnehmer im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 3,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, betonte der Minister.

"Die regenerativen Energien werden derzeit noch überwiegend unter der Überschrift Klima und Umweltschutz betrachtet. Wir müssen aber dazu kommen, den Zielen Wachstum und Beschäftigung durch technischen Fortschritt wesentlich mehr Bedeutung beizumessen", sagte Horstmann. NRW sei bereits bundesweit Spitzenreiter bei der Nutzung von Windenergie und mit Abstand das Bundesland mit den höchsten Fördermaßnahmen für die Brennstoffzellentechnologien. Auch der Ausbau der Photovoltaik und der Biomassenutzung sei "sensationell".

Um die Rolle des Landes als Energieregion zu stärken, hatte NRW 1996 die Landesinitiative Zukunftsenergie NRW ins Leben gerufen. amit sollen Impulse für den Strukturwandel und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

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