Bei Wahlerfolg

Merkel will Zusagen für die Steinkohle an Rhein und Ruhr einhalten

Subventionskürzungen bei der Kohle führen nach Meinung Merkels nicht automatisch zu betriebsbedingten Kündigungen in den Zechen, wie sie etwa der RAG-Konzern befürchte. "Ich warne davor, solche Ängste zu schüren", sagte die CDU-Vorsitzende. Es gehe darum, vernünftige Wege zu finden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - CDU-Chefin Angela Merkel will die bestehenden Zusagen für die Steinkohle an Rhein und Ruhr nach einem Wahlerfolg der Union einhalten. "Wir wollen aber nicht mehr wie Rot-Grün in NRW vorrangig auf Investitionen in die Vergangenheit setzen, sondern uns auf Zukunftsbranchen konzentrieren", sagte die Unions-Kanzlerkandidatin der "Neuen Ruhr Zeitung" (NRZ/Samstagausgabe).

Subventionskürzungen bei der Kohle führen dabei nach Meinung Merkels nicht automatisch zu betriebsbedingten Kündigungen in den Zechen, wie sie etwa der RAG-Konzern befürchte. "Ich warne davor, solche Ängste zu schüren", sagte die CDU-Vorsitzende. Es gehe darum, vernünftige Wege zu finden.

Dabei sehe sie in RAG-Chef Werner Müller einen Partner, mit dem man die Dinge vernünftig besprechen könne. Eine Unions-geführte Bundesregierung werde hierbei in sehr enger Abstimmung mit der neuen NRW-Landesregierung vorgehen.

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