Schwachstellen in Leitungsnetzen

Merkel und Tusk wollen Energiearbeitsgruppe gründen

Deutschland und Polen wollen die europäischen Strom- und Gasnetze auf Schwachstellen analysieren. Bundeskanzlerin Merkel und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk verständigten sich darauf, zusammen mit den Energieunternehmen eine hochrangige Arbeitsgruppe einzurichten.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp.djn/sm) - Es gehe darum, die europäische Solidarität in der Versorgung mit Energie zu verbessern, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm nach dem Treffen. Dafür müssten fehlende Verbindungsstellen in den Netzen identifiziert werden.

Die Kanzlerin nahm auch noch einmal Bezug auf ihren jüngsten Brief an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Mirek Topolanek. Darin hatte sie sich für private Investitionen eingesetzt und einer Finanzierung aus Steuermitteln eine Absage erteilt.

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