Austausch

Merkel spricht mit Putin über Energiefragen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in einem Telefongespräch mit Russlands Ministerpräsidenten Wladimir Putin über Energiefragen ausgetauscht. Dabei dürfte es unter anderem um den geplanten Bau der Ostsee-Pipeline und die russischen Erdgaslieferungen gegangen sein.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Moskau (AFP/sm) - Die Regierungschefs hätten bei der Unterhaltung am Dienstag "verschiedenen Fragen der Handels- und Wirtschaftszusammenarbeit" und besonders "die Kooperation im Energiebereich" angesprochen, erklärte der Pressedienst der russischen Regierung.

Berlin und Moskau planen den Bau einer Pipeline durch die Ostsee, die ab 2010 sibirisches Gas nach Deutschland befördern soll. Polen und die baltischen Staaten lehnen das Projekt ab. Bisher wird russisches Erdgas mit Pipelines über das Territorium dieser Länder nach Deutschland geliefert. Die osteuropäischen Staaten fürchten nun, Russland könne die Gaslieferungen an sie nach Inbetriebnahme der Ostsee-Pipeline schneller stoppen, weil Westeuropa dann nicht mehr betroffen wäre.

Die Bundesrepublik bezieht etwa 40 Prozent seiner Gasimporte aus Russland. Das Verhältnis mit Moskau ist wegen der Kaukasus-Krise momentan angespannt. Der russische Energieriese Gazprom hatte allerdings kürzlich zugesagt, ungeachtet des Streits über den russischen Militäreinsatz gegen Georgien und die Anerkennung der Unabhängigkeit der abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien durch Moskau die Lieferungen an Deutschland fortzusetzen.

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