Unmittelbar handeln

Merkel plant bei Wahlsieg "Energiegipfel"

Gewinnt die CDU die Bundestagswahl am kommenden Sonntag, wird das Thema Energie im Anschluss "unmittelbar" behandelt. Das kündigte Kanzlerkandidatin Angela Merkel heute in Berlin an. Sie hat die Vorbereitung eines Energiegipfels beauftragt, zu dem alle Beteiligten "breit" eingeladen werden sollen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Union will nach den Worten ihrer Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) im Falle eines Wahlsiegs am kommenden Sonntag so schnell wie möglich einen "Energiegipfel" einberufen. Bei einem Treffen des Wahlkampfteams der Union am Mittwoch in Berlin sei erörtert worden, "wie wir, wenn wir die Stimmen der Wählerinnen und Wähler für diesen Wechsel bekommen, sofort unsere Arbeit aufnehmen und in bestimmten Punkten auch unmittelbar handeln", sagte Merkel nach der Sitzung. Das Thema Energie solle dadurch sofort behandelt werden, dass die Union zu einem nationalen Energiegipfel einlade.

"Ich habe Peter Müller, Gerda Hasselfeldt und Heinrich von Pierer beauftragt, sich mit der Vorbereitung eines solchen Energiegipfels zu beschäftigen, so dass wir dann sofort handeln können", sagte Merkel. Müller (CDU) und Hasselfeldt (CSU) sind im Wahlkampfteam für die Bereiche Wirtschaft und Verbraucherschutz zuständig, während der frühere Siemens-Chef Pierer Merkel wirtschaftspolitisch berät.

Zu dem Gipfel sollten alle Beteiligten "breit" eingeladen werden, darunter die deutschen Energieversorger, in Deutschland tätige internationale Konzerne, die Abnehmerseite, die Forschung und energieintensive Industriezweige, kündigte Merkel an. Die Union wolle die drei Punkte Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit wieder zu einer "konsistenten Strategie" zusammenführen. "Wir brauchen einen Energiemix, wir brauchen Preise, die im europäischen Maßstab vergleichbar sind", forderte Merkel. Die Strompreise in Deutschland seien sehr hoch, merkte sie an.

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