Ruhestand

Mehr Rentner müssen zahlen: Steuererklärung kann sich lohnen

Vieler Rentner, die bisher nicht von der Steuerlast betroffen waren, werden künftig doch zur Kasse gebeten. Einige Ausgaben können aber auch Ruheständler von der Steuer absetzen.

Rentenversicherung© Danel / Fotolia.com

Neustadt/Weinstraße - Auch viele Rentner müssen Steuern zahlen. Durch die bevorstehende Erhöhung der Altersbezüge wächst der Kreis der steuerpflichtigen Ruheständler sogar noch einmal. Allerdings können auch Rentner eine Reihe von Ausgaben steuerlich geltend machen. Ein kurzer Überblick:

Werbungskostenpauschale von 102 Euro

Auch im Ruhestand können Werbungskosten geltend gemacht werden. Bei Rentnern gilt eine Werbungskostenpauschale von 102 Euro, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). Wer höhere Ausgaben hat, sollte Belege sammeln. In Betracht kommen hier zum Beispiel Kosten für Steuerberatung oder Rechtsberatungskosten etwa beim Beantragen der Rente.

Medikamente und Behandlungen können geltend gemacht werden

Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen etwa Ausgaben für Medikamente oder für medizinische Behandlungen. Diese Kosten erkennt das Finanzamt an, wenn die Ausgaben als nötig anzusehen sind, also von einem Arzt verschrieben wurden. Allerdings zieht das Finanzamt von diesen Kosten einen Betrag als zumutbare Belastung ab. Die Höhe der zumutbare Belastung ist individuell.

Was kann den Sonderausgaben zugerechnet werden?

Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können Rentner in ihrer Steuererklärung geltend machen. Sie zählen zu den Sonderausgaben, ebenso wie Beiträge zu anderen Versicherungen wie einer Unfall- oder Haftpflichtversicherung - oder auch Spenden.

Steuerlast und Altersentlastungsbetrag

Rentner über 64 Jahre können mit dem Altersentlastungsbetrag ihre Steuerlast senken. Die Höhe des Freibetrags hängt vom Geburtsjahr des Steuerzahlers ab und beträgt maximal 1.900 Euro im Jahr.

Quelle: DPA

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
  • Finanzierung

    Steuer, Rente und andere Finanzen: Die Änderungen 2016

    Bei der Steuer, der Rente und beim Kindergeld kommen 2016 Änderungen auf Verbraucher zu. Neue Regeln, welche die gesamte EU betreffen, wird es ebenfalls geben, beispielsweise durch den Bankenabwicklungsfonds.

  • Steuererklärung

    Studium und Steuer: Wesentliches Urteil steht noch aus

    Das Studium kostet Geld und das nicht zu knapp. Einen Teil der Ausgaben kann man steuerlich geltend machen. Derzeit lohnt sich das bei einem Zweitstudium noch eher als bei einem Erststudium. Das könnte sich künftig ändern.

  • Sparbuch

    Versicherungen und Vorsorge: Das ändert sich 2012

    Im nächsten Jahr ändert sich wieder so einiges. Die Rente mit 67 kommt und damit auch Änderungen bei Rentenversicherung und Altersvorsorge. Aber auch bei Kranken- und Pflegeversicherung gibt es Neuerungen. Die Verbraucherzentrale NRW informiert über die wichtigsten Änderungen.

Top