Überblick

Mehr als 30 Anträge für Windparks vor deutschen Küsten

32 Anträge für den Bau von Windparks sowie stromführender Kabeltrassen in Nord- und Ostsee liegen dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) derzeit vor. Neun Windparks außerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone sind bereits genehmigt, in der Ostsee wurden schon zwei Standorte abgelehnt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Rostock (ddp-nrd/sm) - Dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) liegen derzeit 32 Anträge für den Bau von Windparks sowie stromführender Kabeltrassen in Nord- und Ostsee vor. Einige von ihnen umfassen mehrere hundert Windenergieanlagen, andere nur ein paar Dutzend. Neun Windparks außerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone sind bereits genehmigt.

Die erste Genehmigung wurde 2001 an das Energieunternehmen Prokon Nord 12 für einen Nordsee-Windpark 45 Kilometer nordwestlich von Borkum erteilt. Der Bau beginnt 2007. Vorgesehen sind mehr als 200 Anlagen und eine Gesamtinvestition von etwa zwei Milliarden Euro.

In der Ostsee hatte das BSH Ende 2004 zwei Standorte östlich von Rügen abgelehnt. Der Offshore-Windpark "Baltic I" 15 Kilometer vor dem Darß sowie "Kriegers Flak" 35 Kilometer nördlich der Insel dürfen gebaut werden. Beide Standorte nutzen eine gemeinsame Kabeltrasse, die durch das Küstenmeer bis nach Bentwisch bei Rostock verlegt werden soll. Das Stromkabel wurde im Gegensatz zu allen anderen Projekten in der Nordsee bereits genehmigt.

Es wird damit gerechnet, dass in Deutschland bis 2010 Offshore-Windparks eine Gesamtleistung von 3000 Megawatt ins Netz speisen. Bis 2030 sind 25 000 Megawatt aus Windenergieanlagen im offenen Meer geplant.

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