"Beachtliche Erfolge"

Mecklenburg-Vorpommern setzt auf erneuerbare Energien

Umweltminister Methling warnt davor, auf Grund der günstigen Vergütung nach dem EEG künftige Investitionen allein auf die Stromerzeugung auszurichten.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Prof. Dr. Wolfgang Methling, hat am Freitag vergangener Woche im Rahmen einer Veranstaltung zum "Tag der erneuerbaren Energien" in Greifswald betont, dass er in der Energieerzeugung aus Biomasse, Biogas und Deponiegas einen großen Wachstumsmarkt für das ostdeutsche Bundesland sieht. Neben der Windenergie, so Methling, habe man vor allem - und dies insbesondere in den vergangenen zwei Jahren - "beachtliche Erfolge" bei der Nutzung fester Biomasse sowie der Biogas- und Deponiegasnutzung erzielen können.



Die derzeit in Mecklenburg-Vorpommern installierten Anlagen zur Wärme- und Stromerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen haben eine Gesamtleistung von 61,4 Megawatt an thermischer und 23,3 Megawatt elektrischer Leistung, wie Methling ausführte. Damit zähle das Land zu den führenden in der Bundesrepublik. Schleswig-Holstein erzeuge 15,2 Megawatt Wärme und 1,8 Megawatt Strom aus nachwachsenden Rohstoffen, in Niedersachsen seien es 9,2 Megawatt Wärme.



Der Minister warnte davor, auf Grund der günstigen Vergütung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) künftige Investitionen allein auf die Stromerzeugung auszurichten. "Es kann nicht im Interesse des Klimaschutzes sein, wenn nur der Strom genutzt wird und die bei der Produktion anfallende Wärme ungenutzt abgefahren und somit vernichtet werden muss. Der Neubau von Anlagen sollte deshalb an Standorten erfolgen, wo neben der Strom- auch die Wärmeabnahme gesichert ist", argumentierte Methling.



Als Umweltminister werde er sich auf Bundesebene für eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen einsetzen, führte der PDS-Politiker fort. Das vom Bundeswirtschaftsministerium erarbeitete Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien sei vor allem hinsichtlich der Biomasse nachbesserungsbedürftig. Er unterstütze daher die Initiative aus Schleswig-Holstein, auch größere Anlagen zur Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen zuzulassen.



Gegenwärtig gibt es in Mecklenburg-Vorpommern vier Biomasse-Heizkraftwerke, in denen Strom und Wärme erzeugt wird, sowie fünf Biomasse-Heizwerke, wo nur Wärme erzeugt wird. Nach neuesten statistischen Erhebungen lag der Anteil der Nettostromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energieträger im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern bei 17,4 Prozent. Die Einspeisung in das öffentliche Netz stieg von 491.833 MW/h im Jahr 1999 auf 805.141 MW/h im Jahr 2000.

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