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Mecklenburg-Vorpommern fördert Nutzung erneuerbarer Energien weiter

Für öffentliche Projekte, die beispielsweise eine Energieeinsparung oder eine erhöhte Energieausbeute zum Ziel haben, stehen in diesem Jahr 4,5 Millionen Euro zur Verfügung, gab der Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Methling, gestern bei der Einweihung eines Plus-Energie-Musterhauses bekannt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Mirow (ddp-nrd/sm) - Das Schweriner Umweltministerium (Mecklenburg-Vorpommern) fördert weiterhin die Nutzung erneuerbarer Energien. Für öffentliche Projekte, die beispielsweise eine Energieeinsparung oder eine erhöhte Energieausbeute zum Ziel haben, stehen in diesem Jahr 4,5 Millionen Euro zur Verfügung, wie Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) am Montag in Mirow (Landkreis Mecklenburg-Strelitz) sagte. Der Ressortchef weihte dort ein so genanntes Plus-Energie-Musterhaus ein.

Knapp drei Millionen Euro des Förderprogramms stammen aus dem Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE), den Rest steuert das Land bei. Zuwendungsempfänger sollen vor allem Kommunen und Unternehmen der Wohnungswirtschaft, aber auch Vereine und Verbände sein.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Mecklenburg-Vorpommern konnte nach Methlings Angaben von 3,6 Prozent 1997 auf inzwischen fast 21 Prozent gesteigert werden. Bei der Nettostromerzeugung betrug ihr Anteil 2003 bereits 26,2 Prozent.

Das Plus-Energie-Haus in Mirow erzeugt laut Umweltministerium mehr Energie, als von seinen fünf Bewohnern verbraucht wird. Unter anderem wurde eine Photovoltaikanlage auf einer Fläche von 130 Quadratmetern installiert, deren Jahresenergieertrag etwa 17 000 Kilowattstunden umfasst. Der berechnete Überschuss von etwa 7000 Kilowattstunden wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Ein mit der Solarthermieanlage gekoppeltes Wärmepumpensystem sorgt für kühle Temperaturen in den Sommermonaten. Allein durch die Netzeinspeisung des Solarstroms sollen jährlich etwa zwölf Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

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