Status quo

Mecklenburg-Vorpommern berichtet über Offshore-Windenergienutzung

Das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg Vorpommern hat jetzt den Bericht "Offshore-Windenergienutzung Mecklenburg-Vorpommern" vorgelegt. "Wir ergreifen mit der Offshore-Windkraftnutzung die Chance, Arbeitsplätze in der Küstenregion zu schaffen und Investitionen in Mecklenburg-Vorpommern auszulösen", kommentierte Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

"Der Bericht ist ein klares Signal für die Entwicklung der Offshore-Windkraft. Ein Signal für die Akteure in der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und auch für neue Investoren. Mit der Offshore-Technik entstehen neue industrielle Arbeitsplätze. In Mecklenburg-Vorpommern sollen Anlagen für den Weltmarkt produziert werden", so Ebnet weiter. "Dafür brauchen wir Pilotanlagen".

In der Ostsee, etwa 20 Kilometer vor der Küste, wird derzeit das Pilotprojekt "Baltic I" von der Landesregierung begleitet. Das Raumordnungsverfahren für diesen Windpark mit 21 Anlagen soll im Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen werden. Für die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ), die an die Zwölf-Seemeilen-Zone anschließt, liegen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie sechs Anträge zur Errichtung von Windparks vor. Zudem muss im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zusätzlich zu den geforderten Fachgutachten (wie zum Beispiel Landschaftsbildanalysen, Visualisierung, Schiffssicherheitsanalysen) ein touristisches Gutachten vorgelegt werden. Das wurde mit dem Projektplaner, der Offshore-Ostsee-Wind AG aus Börgerende, bereits vereinbart.

Im Dezember 2002 hat sich auf Initiative der regionalen Akteure und der Landesregierung der Planungskreis Rostock Offshore Produktion & Logistik gegründet. Im Planungskreis arbeiten Unternehmen an den planerischen, industriellen und infrastrukturseitigen Voraussetzungen für ein Offshore-Kompetenz- und Produktionszentrum. Aus dem Planungskreis heraus hat sich aus vorerst drei Partnern (Kvaerner Warnow Werft, KGW Schweriner Maschinenbau GmbH, Mühlhan GmbH) im Mai die "Offshore Technologie Projektentwicklungsgesellschaft mbH" (OTP) gegründet. Mittelfristig sollen in diesem Zusammenhang 700 Arbeitsplätze entstehen. Die Initiativen werden von der Landesregierung unterstützt.

Um verlässliche Daten über das Windpotenzial der Nord- und Ostsee, über technische Aspekte der zu errichtenden Windenergieanlagen und Aussagen über die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Umwelt zu erhalten, ist der Aufbau und Betrieb von Offshore-Messplattformen zweckmäßig. Auf Grund der unterschiedlichen Umweltbedingungen in Nord- und Ostsee ist hier je eine Plattform geplant. In der Ostsee, 30 Kilometer nordwestlich von Rügen, soll die Plattform Ende 2004 zum Einsatz kommen.

Mecklenburg-Vorpommern gehört in der Windenergienutzung zu den führenden Bundesländern. Gegenwärtig sind hier 927 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 780 Megawatt am Netz, die in einem Normalwindjahr knapp 21 Prozent des Strombedarfs des Landes decken könnten.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Naturstrom

    EEG-Reform: Neue Regeln für Windenergie geplant

    Für die Windenergie wird es mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im kommenden Jahr Änderungen bei der Förderung geben. Ähnlich wie es bereits für den Sonnenstrom gilt, soll die Höhe der Förderung über Ausschreibungen festgelegt werden.

  • Strom sparen

    Niedersachsen will Kompetenzbündelung bei Windenergie

    Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) fordert von Berlin ein stärkeres Engagement beim Ausbau der Windenergie und eine bessere Koordinierung. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach McAllister sich für einen "Masterplan Offshore-Windenergie" und eine Bündelung der Kompetenzen aus.

  • Stromtarife

    Ebnet gegen Abbau der Einspeisevergütung

    Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Otto Ebnet, hat sich gegen die Forderung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel gewandt, im Zusammenhang mit der Gegenfinanzierung der auf 2004 geplanten Vorverlegung der Steuersenkung die Einspeisevergütung für Windenergieanlagen zu senken.

  • Energieversorung

    Mecklenburg-Vorpommern verstärkt Offshore-Aktivitäten

    Auf dem Innovationsforum "Offshore-Technologie bei Windkraftanlagen" gestern im Kongresszentrum des Technologiezentrums Warnemünde diskutierten u.a. Entwickler, Anlagenhersteller, potentielle Anwender, Finanzierungsgesellschaften sowie politische Entscheidungsträger über die weitere Entwicklung dieser Branche in Mecklenburg-Vorpommern.

  • Stromnetz Ausbau

    Warnemünde soll Offshore-Zentrum werden

    Der Gesellschaft gehören Vertreter der Windanlagenindustrie, Planungsunternehmen, maritimer Fertigungs-, Logistik- und Zulieferunternehmen an. Die industriellen Partner könnten nach der Entwicklungsphase in einem Firmenbund als komplette Anbieter und Generalauftragnehmer fertige Lösungen mit einheitlicher Gewährleistung bereitstellen.

Top