Imagegewinn

Mecklenburg-Vorpommern: Auf Usedom soll Solarfabrik entstehen

In Mecklenburg-Vorpommern konnte der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von 3,6 Prozent im Jahr 1997 auf 13,9 Prozent im Jahr 2001 gesteigert werden. Jetzt soll eine Solarfabrik auf Usedom entstehen. "Dies schafft nicht nur dringend benötigte Arbeitsplätze, sondern bringt auch einen Imagegewinn für das Land", sagte Umweltminister Methling.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Wolfgang Methling, hat sich erneut für den Bau einer Produktionsstätte für Photovoltaikmodule in Peenemünde aus Usedom ausgesprochen. "Bei der Nutzung regenerativer Energien haben wir in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erreicht. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch konnte von 3,6 Prozent im Jahr 1997 auf 13,9 Prozent im Jahr 2001 gesteigert werden. Damit liegt unser Bundesland weit über dem Bundesdurchschnitt von sieben Prozent. Der Anteil an der Nettostromerzeugung konnte sogar auf 19,2 Prozent im Jahr 2001 gegenüber 5,9 Prozent im Jahr 1997 erhöht werden. Was aber noch fehlt, ist eine eigene Fabrik zur Herstellung von Solarmodulen, um so die reichlich vorhandene Sonnenenergie mit hier produzierten Ausrüstungen zu nutzen. Dies schafft nicht nur dringend benötigte Arbeitsplätze, sondern bringt auch einen Imagegewinn für das Land", sagte Umweltminister Methling. Peenemünde sei für eine solche Produktionsstätte ein hervorragender Standort.

Das Umweltministerium habe in den vergangenen Jahren vielfältige Maßnahmen unternommen, um über die Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energien zu informieren und Partner für die Umsetzung der Klimaschutzziele zu gewinnen. Der Minister verwies dabei auf Projekte wie "Sonne in der Schule", "Solarenergie in Kirchgemeinden" oder die Zusammenarbeit mit der Schornsteinfegerinnung M-V, die Eigentümer von Einfamilienhäusern und Stadtvillen über Energieeinsparmöglichkeiten durch die Nutzung erneuerbarer Energien berät. Bis Ende des Jahres 2002 seien bereits 335 solcher Energieberatungen durchgeführt worden. An die Kommunen richtete Minister Methling den Appell, mit dem Handwerk und den ortsansässigen Unternehmen "Solar-Partnerschaften" einzugehen und die Nutzung erneuerbarer Energien bei der Planung von Projekten zu berücksichtigen.

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