Wind und Biogas rasant gestiegen

Mecklenburg-Vorpommern: 44 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren

Wind, Biomasse und Sonne sind zu den wichtigsten Energiequellen für die Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern geworden. Die bisher dominierende Steinkohle wurde 2007 erstmals auf Platz zwei verdrängt. Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung lag bei 44 Prozent, wie das Statistische Amt mitteilte.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - 38 Prozent der erzeugten insgesamt 7,8 Millionen Megawattstunden Strom wurden aus Steinkohle gewonnen. Erdgas hatte einen Anteil von 16 Prozent. Die übrigen zwei Prozent setzten sich aus Abfällen, Heizöl und Einspeisungen durch Industriebetriebe zusammen.

Landesweit wurden insgesamt 3,4 Millionen Megawattstunden Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen und in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Der Ökostromertrag wuchs gegenüber 2006 um 49 Prozent.

Das Wachstum geht vor allem auf die Inbetriebnahme neuer Windkraft- und Biogasanlagen zurück. Biogene Energien aus flüssiger und fester Biomasse sowie Biogas legten gegenüber 2006 um insgesamt 52 Prozent zu. Die Versorgungsleistung bei Biogas stieg um 107 Prozent gegenüber 2006 auf rund 523.800 Megawattstunden. Heizkraftwerke für Biomasse - hauptsächlich Holz und Holzabfälle - speisten mit rund 281.100 Megawattstunden zwei Prozent mehr Strom als im Jahr davor ein.

Wichtigste Ökostrom-Quelle bleibt die Windkraft. Sie hatte mit 74 Prozent den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung. Insgesamt wurden aus Windkraft rund 2,5 Millionen Megawattstunden Strom eingespeist, 50 Prozent mehr als 2006.

Fotovoltaik, Wasserkraft und Geothermie waren auch 2007 von vergleichsweise geringer Bedeutung für die öffentliche Stromversorgung. Darunter hat aber besonders die Erzeugung von Solarstrom um 37 Prozent weiter stark zugelegt.

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