MEAG: Trotz Umsatzrückgang Jahresergebnis verdoppelt

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"Mit großem Erfolg konzentrierte sich die MEAG auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Fortführung ihrer Strategie zum Ausbau des mitteldeutschen Energiezentrums und engagierte sich für das Zusammenwachsen der Energiewirtschaft im mitteleuropäischen Raum." Dies stellte Norbert Wenner, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Energieversorgung Aktiengesellschaft (MEAG), anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens fest. Die MEAG steigerte ihren Stromabsatz als Hauptgeschäftsfeld um 6,7 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Kilowattstunden. Trotz dieser Absatzsteigerung war der Umsatz rückläufig. Die Erlöse lagen aufgrund von Preisanpassungen um etwa 15 Prozent niedriger als im Vorjahr.


Analog zum Absatz entwickelte sich das Stromaufkommen. Die Eigenerzeugung auf Erdgasbasis ging um zehn Prozent zurück, während der Bezug von Braunkohlestrom vom Vorlieferanten VEAG um 130 Tausend Kilowattstunden anstieg. Der Stromeinkauf von Industriekraftwerken erhöhte sich um 11,5 Prozent. Durch die Einspeisung aus regenerativen Energiequellen verteuerten sich die Strombezugskosten spürbar. So führte beispielsweise die gesetzliche Verpflichtung zur Übernahme und Vergütung von Strom aus Windkraftanlagen zu erheblichen Mehrkosten. Mit der Fertigstellung von zahlreichen Anlagen im laufenden Geschäftsjahr steigt der Anteil der Windenergie am Stromaufkommen auf nahezu zehn Prozent. Nach dem neuen "Erneuerbare Energien Gesetz" (EEG) trägt die Mehrkosten letztendlich der Kunde.


Am 31. Dezember 1999 beschäftigte die MEAG 1.070 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - 14,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Der personelle Abbau vollzog sich über Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeit. Die Umstrukturierungsmaßnahmen im Unternehmen äußerten sich des Weiteren in der Verringerung der Anzahl der Regionalbereiche von zehn auf drei. Bei den Umsatzerlösen Strom verzeichnete die MEAG einen Rückgang von 40 Millionen Mark. Die rückläufigen Umsatzerlöse Strom, die aufgrund von Preisanpassungen zustande kamen, konnten durch Absatzausweitung ausgeglichen werden.

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