"Marktposition gefestigt" - BEB-Unternehmensbericht 1998

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Unternehmensbericht der BEB Erdgas und Erdöl GmbH für das Geschäftsjahr 1998



Der BEB Erdgas und Erdöl GmbH (BEB) ist es in 1998 gelungen die Marktposition zu halten und zu festigen. Trotz Verbrauchsrückgang bei den Primärenergien und trotz vieler widriger Umstände konnte der Gesamtabsatz von Erdgas gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Diese Steigerung lag über dem Branchendurchschnitt. BEB hat 1998 insgesamt 181 Milliarden Kilowattstunden Erdgas abgesetzt - das entspricht etwa 18 Milliarden Kubikmeter und 20 Prozent des deutschen Verbrauchs -, davon 10 Milliarden Kubikmeter aus eigener Produktion in Deutschland. Der Umsatz ging, im wesentlichen durch das niedrigere Preisniveau bedingt, leicht auf 3,5 Milliarden Mark zurück, das operative Ergebnis konnte jedoch durch konsequentes Kostenmanagement und durch Einmaleffekte auf 449 Millionen Mark vor Steuern gesteigert werden.



1998 war für die Energiewirtschaft ein durchaus schwieriges Jahr. Veränderte Rahmenbedingungen, wie die Auswirkungen des veränderten Energierechts, der Preisverfall beim Öl mit entsprechenden Folgen für das Erdgas, ein stagnierender Primärenergiemarkt, Unsicherheiten durch die Wirtschaftskrise in Asien und andere gesamtwirtschaftliche und politische Einflüsse sind der Hintergrund für eine eher zurückhaltende Entwicklung.



Erdgasabsatz gesteigert



Trotz der anhaltend warmen Witterung konnte BEB den Gasabsatz gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent steigern. Zu diesem Wachstum haben nahezu alle Marktsegmente beigetragen. Der Absatz an Ferngasgesellschaften - mit Abstand das größte Segment - wurde auf 150,5 Milliarden Kilowattstunden (1997: 147,8 Mrd. kWh) gesteigert. Der Absatz an kommunale Gasversorgungsunternehmen stieg auf 16,1 Mrd. kWh (1997: 15,7), während der Absatz im Bereich Industrie und Kraftwerke mit 14,5 Mrd. kWh praktisch unverändert blieb.



Gasbeschaffung: Balance von Import und Produktion



Die breite Palette von Aufkommensquellen der BEB garantiert größtmögliche Versorgungssicherheit. Mit 10,2 Milliarden Kubikmeter stellte die Eigenproduktion auch 1998 mehr als die Hälfte des von BEB vermarkteten Erdgases bereit und unterstrich die Rolle der BEB als größter inländischer Produzent von Kohlenwasserstoffen. Zur weiteren Entwicklung der Erdgasfelder und zur Aufrechterhaltung der Produktion wurden acht Erdgasproduktionsbohrungen fertiggestellt, von denen sieben fündig waren. Ebenfalls fertiggestellt wurden zwei Explorationsbohrungen; beide Bohrungen haben Gas angetroffen, wirtschaftlich förderbar ist jedoch nur die Bohrung Sagermeer Süd West Z1, die mit 1100 Metern die längste Horizontalbohrstrecke einer Erdgasbohrung in Deutschland aufweist. Das weitere Erdgasaufkommen der BEB wurde eingekauft aus den Niederlanden (18 Prozent), aus Norwegen (14 Prozent), aus Rußland (9 Prozent), aus Dänemark (4 Prozent) und aus dem Inland (1 Prozent).



Sichere und umweltschonende Aktivitäten


Nachdem BEB bereits in den beiden vorhergehenden Jahren auf eine gute Arbeitssicherheitsbilanz verweisen konnte, wurde der positive Trend auch in 1998 fortgesetzt. Mit 0,2 Unfällen pro einer Million Arbeitsstunden erreichten die BEB-Mitarbeiter und die für BEB tätigen Kontraktoren die bisher beste Sicherheitsleistung in der Firmengeschichte. Der Einsatz für sichere Arbeit wurde auch im Rahmen des Wettbewerbs "Sicherheitspreis der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft" gewürdigt und mit dem ersten Preis ausgezeichnet.



Auch das Engagement für die Umwelt wurde ausgezeichnet: Für das Projekt "Erdölgasverstromung Eich" erhielt BEB gemeinsam mit dem Elektrizitätswerk Rheinhessen den Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz.



Entwicklung im ersten Halbjahr 1999


Der Erdgasabsatz der BEB lag im ersten Halbjahr 1999 mit 93,7 Milliarden Kilowattstunden um knapp 3 Milliarden Kilowattstunden höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit folgt der BEB-Absatz dem Trend des Erdgases insgesamt, das einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr aufweist, während der gesamte Primärenergieverbrauch zurückgegangen ist. Trotz des deutlichen Anstiegs der Ölpreise seit etwa Ende Februar wird das wirtschaftliche Ergebnis durch die zeitverzögerte Anpassung der Erdgaspreise an die extrem niedrigen Ölpreise Ende 1998 / Anfang 1999 belastet. Zum 1. April wurde die erste Stufe der Ökosteuer in Kraft gesetzt, die zu einer weiteren Belastung des Erdgases durch eine um 0,32 Pfennig pro Kilowattstunde auf 0,68 Pfennig pro Kilowattstunde gestiegene Erdgassteuer führt. Website: www.beb.de.


(ots)

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