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Mark-E und Stora Enso errichten Biomasse-Vertromungsanlage

Der Papierhersteller Stora Enso und der regionale Energiedienstleister Mark-E werden zusammen eine Biomasse-Vertromungsanlage in Hagen errichten. Sie soll Ende 2004 Strom und Dampf aus über 240 000 Tonnen Rinde, Sägemehl und Altholz erzeugen. Dabei werden der Umwelt jährlich 160 000 Tonnen Kohlendioxid erspart.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stora Enso Kabel und der regionale Energiedienstleister Mark-E werden am Kraftwerksstandort Hagen-Kabel eine Biomasse-Verstromungsanlage (BVA) zur Erzeugung von Strom und Prozessdampf aus Holz und biogenen Reststoffen errichten. Die Anlage mit einem Investitionsvolumen von etwa 50 Millionen Euro wird Ende 2004 ihren Betrieb aufnehmen und dann jährlich etwa 240 000 Tonnen Festbrennstoffe auf Holzbasis (Rinde, Kappholz, Sägemehl und -späne sowie Altholz) umweltfreundlich zur Strom- und zur Dampferzeugung einsetzen.

Die elektrische Leistung der BVA beträgt 20 Megawatt. Zusätzlich werden der Turbine nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung stündlich rund 25 Tonnen Prozessdampf für die Papierproduktion der Stora Enso entnommen. Die erste Anlage dieser Art in der Märkischen Region bietet nach ihrer Inbetriebnahme rund 25 Mitarbeitern einen qualifizierten Arbeitsplatz. Im Werk Hagen-Kabel erzeugt Stora Enso gestrichene, holzhaltige Magazinpapiere, die für Publikumszeitschriften, Kataloge und Werbedruckerzeugnisse verwendet werden. 1100 Mitarbeiter produzieren in Hagen etwa 600 000 Tonnen Papier im Jahr. Für die vorgesehene Betriebszeit von 8000 Stunden pro Jahr ergibt sich gegenüber einem modernen Kohlekraftwerk eine jährliche Kohlendioxid-Minderung von etwa 160 000 Tonnen.

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