Betriebsvereinbarungen

Mark-E: Interessenausgleich und Sozialplan vereinbart

Nach sehr intensiven Verhandlungen in den vergangenen Monaten haben sich Vorstand und Arbeitnehmervertreter des Hagener Energieversorgers Mark-E auf ein erstes Paket von Umstrukturierungsmaßnahmen geeinigt, die zu einem Abbau von knapp 150 Arbeitsplätzen führen sollen. Heute berät der Aufsichtsrat des Unternehmens darüber.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der Vorstand hatte dem Aufsichtsrat im September ein Konzept für eine umfassende Umstrukturierung der Mark-E bis zum Jahr 2006 vorgelegt. Ziel ist die Steigerung der Ertragskraft und der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Vorstand und Arbeitnehmervertreter hatten darauf hin gemeinsam einen Auftrag des Aufsichtsrats erhalten, für den damit verbundenen Arbeitsplatzabbau ein einvernehmliches, sozialverträgliches Konzept zu erarbeiten. Die Details der getroffenen Vereinbarungen werden dem Aufsichtsrat des Unternehmens in seiner heutigen Sitzung vorgestellt.

Der Sozialplan beinhaltet neben Abfindungsregelungen sowie Regelungen zu Qualifizierungen und Versetzungen auch den Abschluss von Betriebsvereinbarungen. Eine Betriebsvereinbarung wurde über das vorzeitige Ausscheiden von 58-jährigen oder älteren Mitarbeitern aus dem Arbeitsleben geschlossen. Dieses betriebliche Vorruhestandsmodell wird von knapp 20 Mitarbeitern in Anspruch genommen. Eine weitere Betriebsvereinbarung regelt in Zusammenarbeit mit der Personalentwicklungs- und Arbeitsmarktagentur GmbH (PEAG) den Wechsel von Mitarbeitern, die aufgrund des Interessenausgleichs vom betriebsbedingten Wegfall ihres Arbeitsplatzes bedroht sind, in eine Transfergesellschaft.

Eine weitere, im Rahmen des Sozialplans abgeschlossene Betriebsvereinbarung bietet für heute 52-jährige Mitarbeiter die Möglichkeit, ab dem 55. Lebensjahr über ein Altersteilzeit-Modell aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Die Regelung kann von bis zu 30 Mitarbeitern in Anspruch genommen werden.

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