Konferenz in London

Margareta Wolf: Europa braucht mehr Windenergie

Mehr als zwei Drittel der weltweit installierten Windkraftleistung stehen laut Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, in Europa und auch bei der Herstellung von Windkraftanlage liege Europa vorn. Dennoch forderte sie heute auf der EWEC in London einen Ausbau der Anstrengungen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

London (red) - Europa hat laut Staatssekretärin Margareta Wolf bei der Windenergie viel zu bieten: Mehr als zwei Drittel der weltweit installierten Leistung stünden in Europa und auch bei der Herstellung der Windkraftanlagen liege Europa vorn. Darauf verwies sie heute auf der Europäischen Windenergiekonferenz (EWEC) in London.

"Neun von zehn der weltweit größten Windkrafthersteller haben ihren Sitz in Europa. Rund 75 000 Arbeitsplätze sind europaweit der Windenergie zuzurechnen. Nicht zuletzt profitieren wir von den starken Wachstumsraten im Windenergiesektor", führte Wolf aus. Der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch soll bis 2010 in der erweiterten EU 21 Prozent betragen, heute liege er erst bei fast 14 Prozent. Daher müsse Europa auf diese Erfolge aufbauen.

Auf die Windenergie käme es dabei besonders an, weil die Technik ausgereift und die Kosten bereits erheblich gesunken seien. Margareta Wolf: "Wir müssen über die bisherigen Ziele noch hinausgehen: Europa muss Vorreiter bei den erneuerbaren Energien bleiben, so wie es der Europäische Rat und die Kommission gefordert haben." Die Windenergie bleibe dabei ein Eckpfeiler - mit besonderen Chancen für Anlagen auf See.

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