Treppenwitz

Mappus bekräftigt Forderung nach Ausstieg aus Atomausstieg

Mappus, der vor seiner Ernennung zum CDU-Fraktionsvorsitzenden Umweltminister in Baden-Württemberg war, forderte in seiner Antrittsrede im Landtag, die Laufzeiten bestehender Atomkraftwerke zu verlängern und zugleich den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Notwendig sei ein "Energiemix".

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp/sm) - Der neue baden-württembergische CDU-Fraktionschef Stefan Mappus bekräftigt Forderungen aus der Union, den 2001 vereinbarten Atomausstieg rückgängig zu machen. Mit Blick auf die für Anfang Mai geplante Abschaltung des Kernkraftwerks Obrigheim warf Mappus am Donnerstag in Stuttgart Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) eine verantwortungslose Energiepolitik vor. Der Ausstieg aus der Kernkraft führe zu einem vermehrten Einsatz von fossilen Brennstoffen und zum Import von teurem Atomstrom aus dem Ausland, warnte er.

Scharf kritisierte Mappus auch ein Informationsmagazin des Bundesumweltministeriums zur Stilllegung von Obrigheim in einer Auflage von 1,3 Millionen. Dies sei ein "unglaublicher Vorgang" und eine "staatliche Vernichtung von Steuermitteln". Das am vergangenen Montag von den Grünen begangene "Umschaltfest" zum Aus des baden-württembergischen Kernkraftwerks nannte er vor dem Hintergrund des Verlustes von Arbeitsplätzen in der Region einen "Treppenwitz".

Mappus, der vor seiner Ernennung zum CDU-Fraktionsvorsitzenden Umweltminister in Baden-Württemberg war, forderte in seiner Antrittsrede im Landtag, die Laufzeiten bestehender Atomkraftwerke zu verlängern und zugleich den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Notwendig sei ein "Energiemix".

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