18 Prozent Umsatzsteigerung im Stromgeschäft

Mannheimer MVV Energie voll im Plan

Die MVV Energie AG hat ihren Umsatz um neun Prozent und das bereinigte EBIT im Dreivierteljahr 2003/04 um drei Prozent steigern können. Trotz Wettbewerbsdruck habe man sich "hervorragend" am Markt behaupten können, sagte Vorstandschef Dr. Rudolf Schulten heute in Mannheim.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Das Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie hat in den ersten neun Monaten seines laufenden Geschäftsjahres 2003/04 (1. Oktober 2003 bis 30. Juni 2004) seinen Umsatz gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 1,25 Milliarden Euro gesteigert. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) lag mit 127 Millionen Euro gut drei Prozent über Vorjahresniveau. Das teilte das im SDAX notierte Energieunternehmen heute in Mannheim mit.

"Damit ist es uns", so der Vorstandsvorsitzende der MVV Energie, Dr. Rudolf Schulten, "bei anhaltendem Wettbewerbsdruck gelungen, uns trotz witterungsbedingter Einbußen im Fernwärmegeschäft in Mittel- und Osteuropa hervorragend am Markt zu behaupten und weitere Marktanteile zu gewinnen." Für das Gesamtjahr erwartet die MVV Energie unter Berücksichtigung der Ausweisänderung bei den Stromhandelsumsätzen eine leichte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Beim EBIT bekräftigt das Unternehmen seine Prognose und rechnet im schwierigen Wettbewerbsumfeld weiterhin mit einem Rückgang gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert von 121 Millionen Euro im einstelligen Prozentbereich.

Planmäßig voran kommt die MVV Energie eigenen Angaben zufolge auch mit der Umsetzung ihrer strategischen Neuausrichtung zur Stärkung der Ertragskraft. Diesbezüglich hatte die MVV Energie bereits im Mai für das laufende Geschäftsjahr 2003/04 Restrukturierungsmaßnahmen und damit verbundene einmalige Belastungen von bis zu 52 Millionen Euro angekündigt, die bis zum 30. Juni bereits zum überwiegenden Teil mit 41 Millionen Euro umgesetzt worden seien. Hierin enthalten sind hauptsächlich die Restrukturierung und Ausgliederung des Powerline-Geschäfts sowie der Verkauf der defizitären Awatech GmbH und die Abwertung von Projekten im Windgeschäft und bei der portugiesischen Tochtergesellschaft. Dr. Rudolf Schulten: "Wir werden diese im laufenden Geschäftsjahr anfallenden Einmalbelastungen durch den Gewinnvortrag des Vorjahres aus dem Verkauf der Anteile an der Gasversorgung Süddeutschland GmbH bilanziell abdecken und somit der Hauptversammlung auch für das Geschäftsjahr 2003/04 wieder eine attraktive Dividende vorschlagen können".

Dies gelte auch im Falle möglicher einmaliger Ergebnisbelastungen, die aus der vorgezogenen und zur Zeit durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Stadtwerkebeteiligungen entstehen könnten. Die Ergebnisse dieser Impairment-Tests werden, so Dr. Schulten, voraussichtlich im September dieses Jahres vorliegen.

Bei den einzelnen Segmenten konnte die MVV Energie von Oktober bis Juni insbesondere bei Strom und Gas Umsatz und bereinigtes Ergebnis steigern und damit die witterungsbedingten Einbußen bei Wärme und Wasser ausgleichen. So erzielte das Unternehmen im wettbewerbsintensiven Stromgeschäft eine Umsatzsteigerung um 18 Prozent und eine Verbesserung beim bereinigten EBIT um 15 Prozent. Weiter ausbauen konnte die MVV Energie auch ihren Wachstumsbereich Energiedienstleistungen, in dem der Umsatz um fünf Prozent auf 87 Millionen Euro gesteigert wurde.

Zukünftig will die MVV Energie neben den Energiedienstleistungen vor allem im Stadtwerkegeschäft sowie im Umweltbereich profitabel wachsen. Dr. Schulten: "Hierzu beitragen werden insbesondere die neuerworbenen Stadtwerke Kiel, die ab Ende des laufenden Geschäftsjahres einbezogen werden".

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